Der Grötzinger Tunnel bei Karlsruhe ist nach einem Autobrand in der Nacht zum Dienstag weiterhin in beide Richtungen gesperrt. Wie die Feuerwehr mitteilte, geriet ein Pkw aus bislang ungeklärter Ursache in Flammen. Die drei Insassen des Fahrzeugs konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen und blieben unverletzt. Sie mussten nicht in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
Brandursache noch unklar – Tunnel stark beschädigt
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten das Feuer zwar schnell löschen, doch der Tunnel erlitt durch die Hitzeentwicklung erhebliche Schäden. Nach Angaben der Polizei ist die Fahrbahn in Mitleidenschaft gezogen worden, zudem seien Teile der Tunnelbeleuchtung und der Belüftungsanlage beschädigt. Ein Sachverständiger soll nun die genaue Schadenshöhe ermitteln. Derzeit ist der Tunnel für den gesamten Verkehr gesperrt, eine Umleitung über die umliegenden Straßen wurde eingerichtet.
Verkehrsbeeinträchtigungen im Berufsverkehr
Die Sperrung führt insbesondere im morgendlichen Berufsverkehr zu erheblichen Behinderungen. Autofahrer müssen auf der Umleitung mit Zeitverlusten von bis zu 30 Minuten rechnen. Die Polizei empfiehlt, den Bereich weiträumig zu umfahren. Wann die Sperrung aufgehoben werden kann, steht noch nicht fest. Die Behörden arbeiten nach eigenen Angaben mit Hochdruck an der Beseitigung der Schäden.
Hintergrund: Tunnelbrände sind besonders gefährlich
Fahrzeugbrände in Tunneln gelten als besonders risikoreich, da die Rauchentwicklung die Sicht stark einschränkt und giftige Gase entstehen können. Im Fall des Grötzinger Tunnels reagierten die Insassen vorbildlich, indem sie das Fahrzeug sofort verließen und den Notruf wählten. Die Feuerwehr war mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.



