Ein Streit um nächtlichen Lärm in einem Mehrfamilienhaus in Gammertingen (Kreis Sigmaringen) ist am frühen Sonntagmorgen eskaliert. Ein 31-jähriger Mann soll seinen 26-jährigen Nachbarn mit einem Messer angegriffen und leicht verletzt haben. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, wird gegen den Tatverdächtigen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Er befindet sich in Untersuchungshaft.
Hergang der Auseinandersetzung
Nach bisherigen Ermittlungen gerieten die beiden Männer gegen 2 Uhr morgens in Streit, weil aus der Wohnung des 26-Jährigen Lärm zu hören war. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll eine 39-jährige Mitbewohnerin dem 31-Jährigen ein Messer übergeben haben. Mit dieser Waffe soll er auf den Nachbarn eingestochen haben.
Der 26-Jährige flüchtete den Angaben zufolge in seine Wohnung und verteidigte sich mit einem Tischbein gegen den anhaltenden Angriff. Dabei erlitt auch der 31-Jährige leichte Verletzungen. Die alarmierten Polizeibeamten trafen alle Beteiligten noch am Tatort an und nahmen den Tatverdächtigen vorläufig fest.
Rechtliche Schritte und weitere Ermittlungen
Eine Haftrichterin erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den 31-Jährigen. Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Die Kriminalpolizei ermittelt weiter, auch zur möglichen strafrechtlichen Verantwortung der 39-jährigen Mitbewohnerin, die das Messer übergeben haben soll.
Der Vorfall zeigt, wie schnell ein Nachbarschaftsstreit eskalieren kann. Die Behörden warnen davor, in Konfliktsituationen zu Waffen zu greifen, und empfehlen, bei Lärmbelästigung zunächst das Gespräch zu suchen oder die Polizei zu rufen.



