Waldbrand durch Feuerwerksraketen: Drei Jugendliche unter Verdacht
Ein Waldbrand bei Oppenau im Ortenaukreis hat am späten Samstagabend ein etwa 3.000 Quadratmeter großes Waldstück zerstört. Die Polizei geht davon aus, dass drei Jugendliche das Feuer durch den Abschuss von Feuerwerksraketen verursacht haben. Sie ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung. Das Feuer breitete sich aufgrund der anhaltenden Trockenheit rasant aus und erfasste steile Hanglagen oberhalb der Stadt.
Nach Polizeiangaben hatten Zeugen den Brand gemeldet. Zunächst sei ein kleineres Feuer entstanden, das sich durch die Trockenheit schnell zu einem Waldbrand entwickelte. Die Feuerwehr war mit Unterstützung von Landwirten auch am Sonntag noch mit Löscharbeiten beschäftigt, da immer wieder Glutnester aufflammten. Details zur Identität der Jugendlichen oder zur Zahl der Einsatzkräfte waren zunächst nicht bekannt.
Hohe Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) weist für weite Teile Baden-Württembergs die Waldbrandgefahrenstufe 4 aus, lokal sogar Stufe 5 (sehr hohe Gefahr). Der Index berücksichtigt Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Niederschlag. Aktuell herrscht in der Region eine anhaltende Trockenheit, die die Gefahr weiter erhöht.
Die Polizei warnt eindringlich vor offenem Feuer im Wald: „Werfen Sie keine Zigarettenkippen weg und vermeiden Sie jeglichen Funkenflug“, appelliert ein Sprecher. Bei Rauchentwicklung oder Sichtung von Feuer solle sofort der Notruf gewählt und die genaue Position mitgeteilt werden. Auch Zufahrten für Rettungskräfte sollten freigehalten werden.
Ermittlungen gegen die Jugendlichen
Die drei Jugendlichen stehen im Verdacht, die Raketen in dem Waldgebiet abgeschossen zu haben. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die Hinweise auf die Tat oder die Identität der Verdächtigen geben können. „Es wird ermittelt, ob die Jugendlichen sich der Gefahr bewusst waren“, so der Polizeisprecher. Die rechtlichen Folgen könnten bis zu einer Anklage wegen fahrlässiger Brandstiftung reichen, die mit Freiheitsstrafen oder Geldbußen geahndet wird.
Der Brand ereignete sich in einem schwer zugänglichen Gebiet, was die Löscharbeiten erschwerte. Die Feuerwehr musste mit Schlauchleitungen über mehrere hundert Meter arbeiten. Dank des schnellen Eingreifens konnte ein Übergreifen auf angrenzende Wohngebiete verhindert werden. Der Sachschaden wird derzeit noch geschätzt.



