Waldorfschule Dachsberg: Zukunft nach Mängelbeseitigung weiter ungewiss
Waldorfschule Dachsberg ringt um Zukunft nach Mängelbeseitigung

Die Freie Waldorfschule Dachsberg kämpft weiter um ihren Fortbestand. Nach massiver Kritik der Schulaufsicht hat die Schule zahlreiche Mängel behoben. Dennoch ist die Zukunft der Einrichtung noch nicht endgültig gesichert, wie die Schule am Freitag mitteilte. Rund 200 Kinder und Jugendliche besuchen die Schule im Landkreis Waldshut.

Mängel beseitigt – Kulturwandel gefordert

Die Schulaufsicht hatte unter anderem die mangelhafte Durchführung von Abschlussprüfungen sowie Verstöße bei Hygiene, Brand- und Arbeitsschutz kritisiert. Die Schule erklärte, die Mängel seien beseitigt und viele nötige Strukturen für einen genehmigungsfähigen Schulbetrieb geschaffen worden. „Die Zukunft der Schule ist gewährleistet, wenn es gelingt, die angestoßenen strukturellen Veränderungen in einem andauernden Kulturwandelprozess zu verstetigen“, hieß es in einer Mitteilung. Ziel sei es, den begonnenen Weg mit dem Freiburger Regierungspräsidium weiterzuführen und den Prozess zu einem guten Abschluss zu bringen.

Verwaltungsverfahren ruht – Gespräche laufen

Das Regierungspräsidium Freiburg teilte mit, beide Seiten hätten beim Verwaltungsgericht Freiburg darauf hingewirkt, dass das Verfahren um die Schließung der Schule ruhend gestellt werde, um Gespräche zu führen. „Seither findet zwischen der Schulaufsicht und den Anwälten des Trägervereins der Schule ein Austausch zu den Bedingungen für einen möglichen Weiterbetrieb der Schule statt.“ Ergebnisse lägen noch nicht vor.

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Die Behörde hatte Ende Juni mitgeteilt, dass sie nach zahlreichen Beschwerden seit Frühjahr 2025 die Genehmigung der Schule widerrufen habe. Zu den Vorwürfen gehörte auch die Unzuverlässigkeit des Trägers der Privatschule, dem Waldorfkindergarten- und Waldorfschulverein Dachsberg. Dieser habe Mängel in wichtigen Bereichen nicht beseitigt. Vorschläge zur Verbesserung reichten aus Sicht der Schulaufsicht „bei weitem“ nicht aus.

Schule sieht Fortschritte

Die Schule betonte, dass in den vergangenen Monaten intensive Arbeit geleistet worden sei. Neben der Behebung der technischen Mängel seien auch organisatorische Abläufe überarbeitet worden. Man hoffe, dass das Regierungspräsidium die Fortschritte anerkenne und einer dauerhaften Genehmigung zustimme. Die Gespräche zwischen den Anwälten des Trägervereins und der Schulaufsicht dauerten an.

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