Fernpass gesperrt: Bayern bleibt von Verkehrschaos verschont
Fernpass gesperrt: Kein Chaos trotz Ferienbeginn

Fernpass gesperrt: Noch keine Staus zum Ferienbeginn

Am Samstagmorgen haben Anwohner den Fernpass in Tirol blockiert. Mit ihrer Demonstration protestierten sie gegen die zunehmende Verkehrsflut auf der Strecke, die gerade in den Ferien regelmäßig überlastet ist. Trotz des Ferienbeginns in Bayern und Baden-Württemberg bleibt das befürchtete Verkehrschaos bislang aus. Laut Polizei fließt der Verkehr auf der Route uneingeschränkt.

Ein Polizeisprecher berichtete am Vormittag von einem „minimalen Verkehrsaufkommen“ am Grenztunnel in Füssen. Es gebe keine Stauungen. Darüber hinaus sei auffällig, dass derzeit nur wenig Einreiseverkehr aus Österreich zu verzeichnen sei. Die Sperrung wurde um 9.45 Uhr verhängt und soll bis 12.00 Uhr andauern.

Die Fernpassroute: Ein Nadelöhr für den Urlaubsverkehr

Der Fernpass ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen zwischen Deutschland, Österreich und Italien. Die Passstraße führt von Füssen im Allgäu über den Fernpass und weiter nach Imst im Tiroler Oberland. Von dort geht es ins Inntal und auf die Brennerautobahn. Schon unter normalen Bedingungen kommt es auf der zweispurigen Strecke immer wieder zu Staus und Behinderungen, insbesondere an sonnigen Wochenenden in den Ferienmonaten.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Da zum Ferienstart in Bayern und Baden-Württemberg ein besonders hohes Verkehrsaufkommen erwartet wurde, hatten die Behörden im Vorfeld der Demonstration vor erheblichen Verzögerungen gewarnt. Sie rieten dringend, die Region weiträumig zu umfahren. Viele Autofahrer scheinen diesem Aufruf gefolgt zu sein – die Polizei meldete bis zum Vormittag keine nennenswerten Verkehrsbehinderungen.

Anwohner fordern Entlastung vom Transitverkehr

Die Sperrung war von Anwohnern angemeldet worden, die gegen die immense Verkehrslast auf der Fernpassstraße protestieren. Sie beklagen seit langem Lärm, Abgase und Gefahren für die Sicherheit in ihren Orten. Mit der Blockade wollten sie auf ihre Forderungen aufmerksam machen und eine stärkere Verlagerung des Verkehrs auf Bahn und Tunnel erreichen.

Bereits Ende Juni hatte es eine ähnliche Aktion auf dem Fernpass gegeben. Auch damals blieb eine größere Beeinträchtigung aus. Doch diesmal fiel die Demonstration auf den Beginn der Sommerferien in den beiden süddeutschen Bundesländern – ein Zeitpunkt, an dem viele Urlauber in den Süden aufbrechen. Die Hoffnung auf ein Ausbleiben von Staus hat sich bislang erfüllt.

Bislang ruhige Lage – Polizei bleibt wachsam

Trotz der entspannten Lage am Morgen rechnen die Einsatzkräfte weiterhin mit einem Anstieg des Verkehrs im Tagesverlauf. Die Demonstration ist bis 12.00 Uhr befristet, danach soll die Fernpassstraße wieder für den Verkehr freigegeben werden. Autofahrer sollten sich dennoch auf mögliche Verkehrskontrollen und kurzfristige Sperrungen einstellen, warnte die Polizei.

Wer in die betroffene Region reisen möchte, sollte vor der Abfahrt den Verkehrsfunk hören oder die aktuellen Meldungen der Polizei abrufen. Als Ausweichrouten werden die Inntalautobahn (A12), der Reschenpass oder die Route über den Zirler Berg empfohlen. Allerdings kann es auf diesen Straßen ebenfalls zu Verzögerungen kommen, da der gesamte Urlaubsverkehr umgeleitet wird.

Entwarnung für den Ferienstart

Die befürchtete Verkehrskollaps bleibt am Samstagvormittag aus. Der ruhige Verlauf der Sperrung ist ein Beleg dafür, dass eine frühzeitige Warnung und konkrete Umfahrungsempfehlungen Wirkung zeigen. Dennoch bleibt das grundsätzliche Problem bestehen: Der Fernpass stößt als Transitstrecke längst an seine Kapazitätsgrenzen. Anwohner und Verkehrsexperten fordern schon lange eine umfassende Lösung, etwa den Bau eines Fernpass-Tunnels.

Bis dahin werden derartige Protestaktionen auch in Zukunft für Diskussionen sorgen, insbesondere dann, wenn sie in die Ferienzeit fallen. Für Reisende, die am Samstag noch in den Süden wollen, gilt daher: Bis zum Mittag ist die Sperrung in Kraft, im Anschluss müssen Verkehrsteilnehmer mit einer schrittweisen Freigabe rechnen. Die Behörden werden die Lage weiterhin genau beobachten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration