Ein Reifenplatzer an einem Kleintransporter hat am Morgen auf der Autobahn 3 in der Oberpfalz einen Unfall mit einem Gefahrguttransporter ausgelöst. Die Autobahn in Fahrtrichtung Passau ist zwischen der Anschlussstelle Nittendorf und der Rastanlage weiterhin gesperrt.
Unfallhergang und Bergungsarbeiten
Nach Angaben der Polizei war gegen 10 Uhr ein Kleintransporter auf der A3 unterwegs, als ein Reifen platzte. Der Fahrer verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen einen vorausfahrenden Lastwagen, der mit mehreren als Gefahrgut ausgewiesenen Stoffen beladen war. Durch die Wucht des Aufpralls wurden geringe Mengen der gefährlichen Substanzen freigesetzt.
Die genaue Art des ausgetretenen Gefahrguts stand zunächst nicht fest. Ein Polizeisprecher erklärte: „Der Lastwagen hatte verschiedene Gefahrgutstoffe geladen. Die Ermittlungen zur genauen Zusammensetzung laufen noch.“ Die Behörden betonten jedoch, dass von dem Austritt keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung oder die Umwelt ausgehe. Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Polizei und der Autobahnmeisterei seien vor Ort und überwachten die Situation.
Verkehrsbeeinträchtigungen und Umleitung
Die Sperrung der A3 in Richtung Passau betrifft den Abschnitt bei Nittendorf, Landkreis Regensburg. Autofahrer werden über eine Behelfsausfahrt von der Autobahn geleitet und können an der Anschlussstelle Nittendorf wieder auffahren. Die Polizei warnt vor erheblichen Verzögerungen, insbesondere im Berufsverkehr. Wie lange die Sperrung andauern wird, ist noch unklar. Die Bergungsarbeiten gestalten sich aufgrund der Gefahrgutladung aufwendig.
Es handelt sich um einen der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in der Oberpfalz. Die A3 verbindet Nürnberg mit Passau und der österreichischen Grenze. Bei Unfällen dieser Art kommt es regelmäßig zu langen Staus. Die Polizei bittet Verkehrsteilnehmer, den Bereich weiträumig zu umfahren oder auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen.
Hintergrund: Gefahrguttransport auf deutschen Autobahnen
Gefahrguttransporte unterliegen strengen Auflagen, dennoch kommt es immer wieder zu Unfällen. Laut Bundesamt für Güterverkehr werden in Deutschland täglich tausende Tonnen Gefahrgut auf der Straße transportiert. Bei Unfällen mit Austritt von Chemikalien sind spezielle Reinigungs- und Dekontaminationsmaßnahmen erforderlich. Im aktuellen Fall konnte eine größere Katastrophe nach Einschätzung der Polizei verhindert werden.
Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an. Der Fahrer des Kleintransporters wurde leicht verletzt, der Fahrer des Gefahrgut-Lkw blieb unverletzt. Der Sachschaden wird auf mehrere zehntausend Euro geschätzt.



