Das traditionelle Feld-Labyrinth Ex Ornamentis in Utting am Ammersee widmet sich in diesem Jahr dem antiken Rom. Corinne und Uli Ernst, die das Pflanzenlabyrinth seit 1999 jährlich zu wechselnden Themen gestalten, haben sich für die Stadt am Tiber entschieden. Auf 18.000 Quadratmetern erstreckt sich das aufwendig gestaltete Pflanzenfeld, das das römische Kolosseum zeigt und den Schriftzug „ROM“ trägt. Rund 340.000 verschiedene Pflanzen säumen die mit Stroh bedeckten Pfade, darunter Sonnenblumen, Hanf, Wilde Malve, verschiedene Zierkürbisse, Bohnen und Mais.
Historische Irrwege durch das alte Rom
Die Besucher betreten das Labyrinth durch den Titusbogen am Eingang und stoßen unter anderem auf ein römisches Aquädukt mit Wasserlauf und ein Strohtheater. Ein Suchspiel ermöglicht es, tiefer in die Zeit des alten Roms einzutauchen: Die Gäste können zwischen Suchaufgaben für den Gladiatoren-Schüler, den Baumeister des Kolosseums, den römischen Händler oder Merkur, den Götterboten, wählen. Die Wahl des Rom-Motivs sei auf die Stadt gefallen, weil sie ganz vorne bei den Besuchervorschlägen gewesen sei, erklärt Corinne Ernst.
Öffnungszeiten und weitere Details
Vom 22. Juli bis 27. September können Neugierige in Utting durch das grüne Rom irren. Die Saatmischung wurde im Mai angesät, und ein Team aus 25 Helfern übertrug gemeinsam mit Studenten der Fakultät für Geoinformation der Hochschule München das Motiv in das Feld. Die angehenden Vermessungsingenieure halfen beim Einmessen und Einzeichnen des Bildes. Das Labyrinth befindet sich direkt am Ufer des Ammersees.
Rückblick auf vergangene Motive
Im vergangenen Jahr hatten Corinne und Uli Ernst eine Friedenstaube in die Landschaft gemäht – ein Zeichen angesichts der Kriege in der Welt. Bereits 2022 zeigten sie wenige Monate nach Beginn des Ukraine-Krieges eine Weltkarte mit Friedenstaube. 2023 gab es ein Motiv zu 100 Jahre Disney, und 2024 zeigte das Pflanzenfeld zum 50-jährigen Jubiläum der Zeichentrickreihe „Wickie und die starken Männer“ das typische Wikingerschiff mit Wickie und seinem Vater Halvar. 2017 irrten die Gäste zu 500 Jahre Reformation durch ein Porträt von Martin Luther, und 2020 durch das von Ludwig van Beethoven zu dessen 250. Geburtstag.



