30 Grad in Berlin: Überfüllte Bäder und Gewitter zum Wochenendstart
30 Grad in Berlin: Überfüllte Bäder und Gewitter

Berlin ist vergleichsweise glimpflich durch den ersten Hitzetag des Wochenendes gekommen. Dichtere Wolken am Nachmittag verhinderten, dass die Temperaturen deutlich über die 30-Grad-Marke kletterten. Später zogen die angekündigten Gewitter über einige Teile der Hauptstadt sowie über den Süden Brandenburgs hinweg.

Überfüllte Bäder und Badeseen

Schwimmbäder und Badeseen waren zunächst sehr gut besucht, auch im Bad am Wannsee war der Strand voller Menschen. Im Freibad Gropiusstadt im Süden Neuköllns mussten am Nachmittag die Tore wegen Überfüllung zum Teil geschlossen werden. Zum Teil dürfte das daran liegen, dass das andere Neuköllner Freibad am Columbiadamm wegen technischer Arbeiten immer noch nicht öffnete. Die Bäder-Betriebe empfehlen an so heißen Tagen den Kauf von Eintrittskarten im Internet für das Betreten innerhalb bestimmter Zeitfenster.

Gewitter sorgt für Badschließungen

Am Nachmittag beim Aufzug des Gewitters wurden einige Bäder wegen der Gefahr durch Blitze und Sturmböen geschlossen. Beim Profi-Tennisturnier der Damen in Grunewald zogen Zuschauer Schirme aus den Taschen und Spiele wurden unterbrochen. Der Bevölkerungsschutz des Bundes hatte über seine App Nina am Vormittag vor einer „extremen Wärmebelastung“ gewarnt. „Mit einer zusätzlichen Belastung aufgrund verringerter nächtlicher Abkühlung ist insbesondere im dicht bebauten Stadtgebiet von Berlin zu rechnen“, hieß es mit Berufung auf den Deutschen Wetterdienst (DWD).

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Hitzegefahr und Schutzmaßnahmen

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) riet, körperliche Anstrengungen zu vermeiden und Wohnungen nachts oder frühmorgens zu lüften. Die Menschen sollten die Hitze meiden und genug trinken. Die Hitze gefährdet vor allem ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen sowie Säuglinge und kleine Kinder.

Nebelduschen zur Abkühlung

Inzwischen gibt es auch in Berlin Wassersprüher zur Abkühlung, sogenannte Nebelduschen. Aus anderen Städten wie etwa Wien sind sie in heißen Sommern schon seit Jahren bekannt. Aus Düsen wird ein feiner Wassernebel auf Menschen versprüht, der durch die schnelle Verdunstung kühlt. Im Mauerpark steht so eine Anlage, ebenso im Hof des Theaters Berliner Ensemble nahe der Friedrichstraße an der Spree. Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) hatte die Bevölkerung bereits aufgerufen, auf Obdachlose zu achten: Fehlende Rückzugsorte, mangelnder Zugang zu Trinkwasser und die dauerhafte Belastung durch die Hitze erhöhten das Risiko von Dehydration und Kreislaufproblemen.

Kühler Arbeitsplatz bei Eisproduzent

Einen ungewöhnlich kühlen Arbeitsplatz gibt es bei einem Eiswürfelproduzenten in Berlin, der vor allem Bars, Kneipen und Clubs beliefert. Wenn das Wetter so bleibe, müssten er und sein Team sich auf viele Überstunden einstellen, sagte Geschäftsführer Jan Püschel von der Firma „Iceman“, die derzeit tonnenweise Eis produziert und ausliefert. Die Lagerhalle gehört zurzeit definitiv zu den kühlsten Orten Berlins: Das Thermometer zeigt minus zwölf Grad.

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