Estland hat die erste offizielle Eisstraße dieses Winters eröffnet. Die 17 Kilometer lange Strecke verbindet die Ostseeinseln Hiiumaa und Saaremaa über das zugefrorene Meer. Grund dafür ist, dass die Fähren derzeit nicht verkehren können.
Die Eisstraße ist mit Schildern und Wacholderzweigen markiert. Es gelten strenge Regeln: Autofahrer müssen einen Abstand von zwei Minuten einhalten, und die Straße ist nur zwischen 8 und 17 Uhr befahrbar. Die Kosten für Bau und Instandhaltung für bis zu 30 Tage Betrieb belaufen sich auf rund 100.000 Euro.
Bürgermeister Hergo Tasuja von Hiiumaa erklärte, dass die Eisstraße Teil des Winters sei und sowohl zum Vergnügen als auch aus Notwendigkeit genutzt werde. Viele Esten nutzen jedoch auch inoffizielle Eisstraßen, wovon die Polizei warnt.
Polizeibeamter Maiko Sirts betonte die Gefahren: Es sei nicht verboten, auf dem Eis zu fahren, aber niemand könne die Eisdicke garantieren. Zudem bestehe bei schlechter Sicht die Gefahr, sich zu verfahren. Autofahrer wie Janek Kronberg zeigen sich dennoch unbeeindruckt und bevorzugen die Eisstraße gegenüber der Fährverbindung.
Weitere offizielle Eisstraßen wird es in diesem Winter aus Kostengründen nicht geben.



