Berlin plant 10.000 neue Wohnungen bis 2026
Berlin plant 10.000 neue Wohnungen

Der Berliner Senat hat ein ehrgeiziges Wohnbauprogramm angekündigt, das bis zum Jahr 2026 den Bau von 10.000 neuen bezahlbaren Wohnungen vorsieht. Das gab Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) am Dienstag bekannt. Das Programm soll vor allem in den Bezirken mit dem größten Wohnungsmangel umgesetzt werden, darunter Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln.

Hintergrund des neuen Bauprogramms

Laut einer aktuellen Studie des Berliner Mietervereins fehlen in der Hauptstadt rund 80.000 Wohnungen. Die Mietpreise sind in den letzten Jahren um durchschnittlich 30 Prozent gestiegen. „Ohne entschlossenes Handeln wird sich die Lage für Mieter weiter verschärfen“, warnte Geisel. Die geplanten 10.000 Einheiten sind Teil eines größeren Pakets, das auch die Förderung von Genossenschaften und sozialen Wohnungsunternehmen umfasst.

Konkrete Maßnahmen und Standorte

Die neuen Wohnungen sollen auf städtischen Grundstücken entstehen, die der Senat bereits identifiziert hat. Dazu gehören Flächen in der Lichtenberger Rudolf-Wissell-Siedlung, in Pankow-Buch und im Märkischen Viertel. Das Bauvolumen beträgt insgesamt 1,2 Milliarden Euro, die aus Landesmitteln und Bundesförderung stammen. Senator Geisel betonte: „Jeder Euro in den Wohnungsbau ist eine Investition in die soziale Stabilität Berlins.“

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Reaktionen aus der Politik

Die Opposition äußerte sich kritisch. Der wohnungspolitische Sprecher der CDU, Stefan Evers, bezeichnete das Programm als „Tropfen auf den heißen Stein“. Er forderte zusätzlich eine Reform des Bauplanungsrechts und eine schnellere Vergabe von Baugenehmigungen. Die Fraktion der Grünen hingegen lobte den Vorstoß, mahnte aber eine stärkere Fokussierung auf ökologische Bauweisen an.

Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt

Experten erwarten, dass das Programm die Mietpreisentwicklung bremsen könnte, aber nicht ausreichen wird, um den akuten Mangel zu beheben. „10.000 Wohnungen sind ein wichtiger Schritt, aber wir brauchen langfristig eine jährliche Neubaurate von mindestens 20.000 Einheiten“, sagte der Immobilienökonom Dr. Carsten Müller. Die ersten Spatenstiche sind für Anfang 2025 geplant.

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