Berliner Straße wird wegen Verwechslungsgefahr umbenannt – kuriose Hintergründe
Berliner Straße wird wegen Verwechslungsgefahr umbenannt

Erst seit 2019 gibt es die Wagner-Régeny-Allee in Berlin-Johannisthal – doch nun soll sie schon wieder umbenannt werden. Grund ist eine kuriose Verwechslungsgefahr: Die Allee wird immer wieder mit der Wagner-Régeny-Straße verwechselt, die in einem anderen Ortsteil liegt. Der Bezirk Treptow-Köpenick hat nun überraschend reagiert und die Umbenennung auf den Weg gebracht.

Verwechslung sorgt für Chaos bei Post und Lieferdiensten

Die Wagner-Régeny-Allee liegt im Ortsteil Johannisthal, während die Wagner-Régeny-Straße in Oberschöneweide zu finden ist. Beide Straßen sind nach demselben Komponisten Rudolf Wagner-Régeny benannt, was immer wieder zu Verwechslungen führt. Besonders betroffen sind Anwohner, die regelmäßig falsche Post erhalten, sowie Lieferdienste, die Pakete an die falsche Adresse liefern. Ein Anwohner berichtet: „Fast wöchentlich landen Briefe und Pakete für die Allee in der Straße und umgekehrt.“

Der Bezirk Treptow-Köpenick hat die Problematik erkannt und will nun handeln. Laut Bezirksamt soll die Wagner-Régeny-Allee einen neuen Namen erhalten, um die Verwechslungen zu beenden. Ein genauer Zeitplan steht noch nicht fest, doch die Planungen laufen bereits.

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Bezirk überrascht mit schneller Reaktion

Die Ankündigung der Umbenennung kommt überraschend, da die Straße erst vor wenigen Jahren ihren Namen erhielt. Ursprünglich war die Wagner-Régeny-Allee nach dem Komponisten benannt worden, um an sein Wirken zu erinnern. Doch die Verwechslungen mit der gleichnamigen Straße in Oberschöneweide waren offenbar nicht absehbar. Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Peter Schmidt (Grüne), erklärte: „Wir haben die Beschwerden der Anwohner ernst genommen und prüfen nun eine sinnvolle Neubenennung. Ziel ist es, klare Verhältnisse zu schaffen.“

Die Kosten für die Umbenennung werden auf mehrere tausend Euro geschätzt, da Straßenschilder ausgetauscht und Adressdaten aktualisiert werden müssen. Auch die betroffenen Anwohner müssen ihre Ausweise und Papiere ändern lassen – eine zusätzliche Belastung, die der Bezirk jedoch abmildern will. „Wir werden die Anwohner rechtzeitig informieren und bei den Formalien unterstützen“, so Schmidt.

Neuer Name noch offen – Bürgerbeteiligung geplant

Welchen Namen die Allee künftig tragen soll, ist noch offen. Das Bezirksamt plant eine Bürgerbeteiligung, bei der Vorschläge gesammelt werden. Denkbar ist eine Rückbesinnung auf den ursprünglichen Straßennamen oder eine völlig neue Benennung, etwa nach einer lokalen Persönlichkeit. Die Entscheidung soll bis Ende 2026 fallen.

Der Fall zeigt, wie wichtig eine sorgfältige Planung bei Straßenbenennungen ist. Immer wieder kommt es in Berlin zu Verwechslungen, insbesondere bei ähnlich klingenden oder gleichnamigen Straßen in verschiedenen Ortsteilen. Die Umbenennung der Wagner-Régeny-Allee könnte daher als Präzedenzfall dienen, um künftige Verwechslungen zu vermeiden.

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