Berlin steht eine extreme Hitzewelle bevor: Für Samstag werden 37 Grad prognostiziert, am Sonntag sogar bis zu 40 Grad. Die Stadtverwaltung und Versorger bereiten sich auf die Rekordtemperaturen vor. Wie gut ist die Hauptstadt gerüstet?
Wasserversorgung: Ausreichend, aber Grenzen sichtbar
An normalen Tagen verbraucht Berlin rund 600.000 Kubikmeter Wasser – das entspricht etwa der Füllmenge des Olympiastadions. An heißen Tagen steigt der Verbrauch auf 800.000 Kubikmeter. Laut Stephan Natz, Sprecher der Berliner Wasserbetriebe, ist kurzfristig genug Wasser vorhanden. Allerdings wird es bei länger anhaltender Hitze schwierig: „Berlin liegt in einer der trockensten Gegenden Deutschlands, und Spree und Havel sind nicht so leistungsfähig wie Rhein oder Elbe“, so Natz.
Stromnetz: Keine Sorgen bei Hitze
Stromnetz Berlin zeigt sich entspannt. Das Unternehmen teilt mit, dass die Stromversorgung auch bei hohen Temperaturen stabil bleibt. „Unsere Netze sind für Spitzenlasten ausgelegt“, erklärt ein Sprecher. Durch die zunehmende Nutzung von Solaranlagen könne die Hitze sogar zur Entlastung beitragen.
BVG: Kühle Tipps für Fahrgäste
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben sich bewusst gegen eine Klimatisierung der U-Bahnen entschieden. Stattdessen setzt das Unternehmen auf natürliche Belüftung und gibt Fahrgästen Tipps, welche U-Bahnhöfe an heißen Tagen am kühlsten sind. „Die unterirdischen Stationen bieten oft angenehmere Temperaturen“, so ein BVG-Sprecher. Zudem empfehlen die Verkehrsbetriebe, Reisen in die Mittagsstunden zu vermeiden und ausreichend Wasser mitzunehmen.
Weitere aktuelle Entwicklungen in Berlin
Neben der Hitzewelle gibt es weitere wichtige Nachrichten: Nach einer bundesweiten Störung des digitalen Bahnfunks der Deutschen Bahn und der Berliner S-Bahn läuft der Verkehr seit Mittwochmorgen langsam wieder an. Am Dienstagabend war der Zugverkehr im gesamten S-Bahn-Netz für mehrere Stunden eingestellt. Zudem warnen Berliner Sparkasse, Volksbank, DKB und IBB gemeinsam vor negativen Folgen einer Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen. „Eine Vergesellschaftung würde keine einzige neue Wohnung schaffen, aber viele negative Auswirkungen haben“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme. Karls Erdbeerhof plant derweil einen Freizeitpark in Oxnard bei Los Angeles, der im Frühjahr 2028 eröffnen soll. In Moabit ist auf einem Industriegelände das Wohnquartier „Moaville“ mit 500 Wohnungen und zwei 60 Meter hohen Türmen geplant.



