Berlin – Die jüdische Gemeinde Chabad Berlin hat die deutsche First Lady Elke Büdenbender (63) mit einem Preis ausgezeichnet. Rabbiner Yehuda Teichtal lobte ihr Engagement für jüdisches Leben und ein tolerantes Miteinander. Besonders nach dem 7. Oktober habe ihr Einsatz die Zuversicht der Geiselfamilien und der jüdischen Gemeinschaft gestärkt.
Den Preis überreichten der Rabbiner und jüdisch-ukrainische Kinder, die 2022 vor dem Krieg geflohen waren. Büdenbender hatte sie damals kurz nach ihrer Ankunft besucht. Die Kinder dankten ihr: „In dieser schweren Zeit hat uns Ihr Besuch viel bedeutet. Sie haben uns gezeigt, dass wir nicht allein sind.“
Ex-Justizministerin Brigitte Zypries (72, SPD) hielt die Laudatio. Sie betonte, Büdenbender mache bei Besuchen jüdischer Gemeinden deutlich: „Jüdisches Leben gehört in die Mitte der Gesellschaft.“
In ihrer Dankesrede wurde Büdenbender emotional. Sie warnte vor neuem Antisemitismus: „Viele Jüdinnen und Juden erleben Drohungen in Deutschland, Angst vor Ausgrenzung.“ Ihr Appell: „Nie wieder ist nicht abgeschlossen. Es ist ein Auftrag, der jeden Tag neu erfüllt werden muss.“
Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen. Frühere Preisträger sind Mathias Döpfner und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas.



