Die Hochwasserlage in Vorpommern hat sich entspannt, doch die Einsatzkräfte blicken auf anstrengende Tage zurück. Während viele Bewohner ihre Dankbarkeit zeigten, gab es auch verbale Angriffe auf die Helfer.
Seit Samstag waren Feuerwehren, Technisches Hilfswerk (THW) und viele Freiwillige im Einsatz, um Orte wie Nielitz, Jagetzow und Trantow vor Überflutungen zu schützen. Pumpen liefen Tag und Nacht, um Wasser von kritischen Punkten wegzuleiten. Die Böden konnten nach den höheren Temperaturen wieder mehr Feuchtigkeit aufnehmen, was die Lage beruhigte.
Die Unterstützung war groß: Feuerwehren aus Nachbarlandkreisen, THW-Ortsverbände aus ganz Mecklenburg-Vorpommern sowie Landwirte mit Pumpwagen halfen. In Leussin grillten Anwohner Würstchen für die Helfer, in Zemmin luden Vereine zum Büfett. Bürgermeister lobten den Zusammenhalt: „In der Not halten die Leute zusammen“, sagte Thomas Breitsprecher aus Jagetzow.
Doch es gab auch Schattenseiten. Einige Grundstückseigentümer beschwerten sich, dass ihre Häuser nicht zuerst mit Pumpen versorgt wurden. Die Einsatzkräfte mussten sich mitunter Schimpftiraden anhören, obwohl sie sich rund um die Uhr für den Schutz aller einsetzten.
Nach dem Einsatz folgte die Aufarbeitung: Fahrzeuge und Ausrüstung mussten gereinigt, Schläuche getauscht werden. Die körperliche Erschöpfung der Helfer ist groß, doch die Dankbarkeit der meisten Bewohner überwiegt.



