Gürtel-Posse am BER: Sicherheitsdienst und Flughafen uneins
Gürtel-Posse am BER: Sicherheitsdienst und Airport uneins

Am Berliner Flughafen BER herrscht Verwirrung um die Gürtelkontrolle an den Sicherheitsscannern. Während der Sicherheitsdienst Securitas von einer klaren Dienstanweisung spricht, sehen das Airport-Management und die Bundespolizei das Ablegen des Gürtels lediglich als Kann-Bestimmung. Passagiere werden unterschiedlich behandelt, je nachdem, welcher Mitarbeiter sie kontrolliert.

Neue Schilder sorgen für Missverständnisse

Die Berliner Flughafengesellschaft hat 2024 die Zuständigkeit der Sicherheitskontrolle übernommen und neue Schilder aufgestellt. Diese erwecken den Eindruck, der Gürtel müsse zwingend in die Plastikwannen gelegt werden. Ein BILD-Reporter wurde von einem Securitas-Mitarbeiter angewiesen: „Sie müssen den Gürtel ablegen.“ Der zuständige Supervisor bestätigte: „Das ist eine klare Dienstanweisung des Flughafens. Daran müssen Sie sich halten.“

Die anwesenden Bundespolizisten widersprachen jedoch: „Gürtel ablegen? Ist freiwillig und nur eine Kann-Bestimmung. Wer es nicht tut, darf es, muss aber mit Verzögerungen bei der manuellen Kontrolle rechnen.“ Diese Aussage verdeutlicht die Uneinigkeit zwischen den beteiligten Parteien.

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Securitas und Flughafen widersprechen sich

Securitas-Sprecher Jonas Timm erklärte auf erste Anfrage: „Es gibt tatsächlich eine entsprechende Anweisung seitens des Flughafenbetreibers, weshalb unser Personal Fluggäste dazu auffordert, ihre Gürtel vor der Kontrolle mit dem Personenscanner abzulegen.“ Eine Flughafensprecherin teilte dagegen mit: „Wenn ein Passagier dies nicht möchte, dann muss er das nicht tun, dies ist in der Dienstanweisung ebenfalls festgehalten.“

Nach Konfrontation mit dieser Aussage relativierte Securitas seine Position. In einer zweiten Stellungnahme hieß es: „Die Regelung ist aber, wie bekannt sein dürfte, noch recht neu. Insofern mag es sein, dass es in Einzelfällen sowohl aufseiten unserer Mitarbeitenden als auch bei den Fluggästen noch zu Unklarheiten kommt. Wir haben das im Blick und verbessern die Prozesse fortlaufend.“

Hintergrund: Neue 3D-Scanner am BER

Der BER hat 2024 moderne 3D-Scanner eingeführt, die eine schnellere Kontrolle ermöglichen sollen. Eigentlich können Passagiere den Gürtel anbehalten, müssen dann aber mit einer manuellen Nachkontrolle rechnen. Die widersprüchliche Kommunikation führt jedoch zu Verunsicherung und Verzögerungen. Die Bundespolizei betont, dass das Ablegen freiwillig sei, während Securitas-Mitarbeiter weiterhin auf das Ablegen bestehen.

Auswirkungen auf Passagiere

Für Fluggäste bedeutet dies: Wer seinen Gürtel nicht ablegt, riskiert eine längere Kontrolle. Wer ihn ablegt, beschleunigt den Prozess. Die uneinheitliche Handhabung sorgt jedoch für Frustration, da Passagiere nicht wissen, welche Regel gilt. Bislang gibt es keine einheitliche Anweisung, die von allen Beteiligten getragen wird. Der Flughafen BER und Securitas arbeiten nach eigenen Angaben an einer Klärung.

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