Helmut Scharfenort: Volt-Kandidat für das Rathaus Spandau
Helmut Scharfenort: Volt-Kandidat für Rathaus Spandau

Helmut Scharfenort ist der neue Kandidat der europäischen Partei Volt für das Bezirksamt Spandau. Der 56-Jährige fällt auf: ein großer Typ mit einem kleinen Zopf, gepflegtem Bart und einer Ledertasche. Er ist Hotel-Kenner, betrieb früher ein Café und will nun in die Kommunalpolitik einziehen. Ein erstes Treffen mit ihm fand in der neu eröffneten Bar Napoli statt, einem kleinen Café hinter der Altstadtkirche St. Nikolai.

Werdegang und Motivation

Scharfenort bringt Erfahrung aus der Gastronomie mit. Als ehemaliger Café-Betreiber und Hotel-Kenner kennt er die Bedürfnisse von Gästen und Anwohnern gleichermaßen. Nun möchte er diese Erfahrung in die Politik einbringen. „Die Altstadt Spandaus hat viel Potenzial, das wir besser nutzen können“, sagte er dem Tagesspiegel. Seine Kandidatur für Volt sieht er als Chance, frische Ideen in das Rathaus zu bringen.

Volt ist eine paneuropäische Partei, die sich für mehr Zusammenarbeit in der EU und lokale Lösungen einsetzt. In Berlin tritt sie in mehreren Bezirken an, darunter Spandau. Scharfenort will vor allem Themen wie Verkehr, Wirtschaft und Bürgerbeteiligung voranbringen.

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Politische Schwerpunkte

Der Kandidat setzt auf eine nachhaltige Stadtentwicklung. Dazu gehören mehr Grünflächen in der Altstadt und eine bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. „Spandau darf kein Schattendasein führen, sondern muss als eigenständiger Bezirk gestärkt werden“, so Scharfenort. Er plädiert für mehr Bürgerbeteiligung bei Bauprojekten und eine Stärkung lokaler Geschäfte.

Ein weiterer Punkt ist die Förderung der Digitalisierung der Verwaltung. Anträge und Dienstleistungen sollen einfacher online verfügbar sein. „Die Zeit des Papierkriegs muss ein Ende haben“, forderte er. Zudem möchte er sich für bezahlbaren Wohnraum einsetzen, der auch für Familien und junge Leute erschwinglich bleibt.

Die Bar Napoli als Treffpunkt

Das Treffen mit dem Tagesspiegel fand in der Bar Napoli statt, einem kleinen Café, das erst kürzlich eröffnete. Scharfenort bestellte einen Espresso und zeigte sich begeistert von der Atmosphäre. „Hier spürt man das neue Leben in der Altstadt“, sagte er. Die Bar Napoli ist ein Beispiel für die Art von Belebung, die er sich für ganz Spandau wünscht.

Der Kandidat wirkt bodenständig und direkt. Trotz seines auffälligen Erscheinungsbildes betont er, dass es ihm um Inhalte gehe. „Ich will nicht mit Äußerlichkeiten punkten, sondern mit guten Ideen“, erklärte er. Seine Ledertasche und der Zopf seien einfach sein Stil.

Ausblick auf die Wahl

Die Bezirkswahl in Berlin-Spandau findet im September statt. Volt tritt erstmals in diesem Bezirk mit einem eigenen Kandidaten an. Scharfenort hofft, mit seiner Kampagne vor allem junge und europäisch denkende Wähler anzusprechen. „Wir brauchen eine Politik, die über den Tellerrand schaut und lokale Probleme mit europäischen Lösungen verbindet“, sagte er abschließend.

Ob er tatsächlich ins Rathaus einziehen wird, hängt vom Wahlergebnis ab. Fest steht: Helmut Scharfenort bringt frischen Wind in den Spandauer Wahlkampf – mit Espresso, Ledertasche und einer Prise Europa.

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