Jüdische Gemeinde Thüringen: Hoffnung und Angst im Iran-Krieg
Jüdische Gemeinde Thüringen: Hoffnung und Angst im Iran-Krieg

Der Vorsitzende der jüdischen Landesgemeinde in Thüringen, Reinhard Schramm, sieht im aktuellen Krieg im Nahen Osten sowohl Chancen als auch Risiken. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur äußerte er die Hoffnung, dass der Konflikt zum Ende des iranischen Mullah-Regimes führen könnte. Das System sei bereits stark geschwächt, was dem iranischen Volk helfen könne, seinen Widerstand zu erhöhen und das Regime zu beseitigen.

Sollte sich der Iran in Richtung eines demokratischen Staates entwickeln, könnte dies laut Schramm zu echter Sicherheit für Israel und zu einem langanhaltenden Frieden in der Region führen. Er kritisierte, dass in Europa die negativen Seiten des Krieges übermäßig betont würden, obwohl alle Opfer zu betrauern seien. Die reale Gefahr, dass der Iran Israel mit Atomwaffen oder moderner Kriegstechnik auslöschen könnte, habe bestanden.

Schramm forderte von der Bundesregierung eine noch stärkere Unterstützung Israels und der USA. Zwar erkenne er die klare Positionierung von Bundeskanzler Friedrich Merz und Außenminister Johann Wadephul an, doch die Europäer hätten in den vergangenen Jahren zu wenig gegen das iranische Atomprogramm unternommen. Sie müssten deutlicher ihre Unterstützung für die Militärschläge bekunden, auch mit schlechtem Gewissen. Dies gelte besonders für Deutschland, da mit den Militärschlägen auch die Sicherheit tausender jüdischer Familien mit deutschen Wurzeln verteidigt werde.

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Gleichzeitig wächst nach Schramms Einschätzung die Gefahr für Juden in Thüringen und Deutschland. Es sei zu befürchten, dass der Iran mit Anschlägen in Deutschland auf den Krieg reagiere. „Diese Gefahr spüren wir“, sagte er. Der verstärkte Schutz jüdischer Einrichtungen durch die Polizei in Thüringen sei daher richtig.

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