Als Kai Wegner zu Beginn seiner Amtszeit als Regierender Bürgermeister im Jahr 2023 sein Team vorstellte, war die politisch interessierte Öffentlichkeit durchaus beeindruckt. Der Wahlsieger schien mehr auf externe Expertise und Diversität gesetzt zu haben als auf getreue Parteifreundinnen und -freunde. Die Bilanz gut drei Jahre später: elf Abgänge auf Senats- und Staatssekretärsebene, von denen nur einer die SPD betraf; der Rest ist Wegner abhandengekommen.
Ein Verlust an politischem Gespür
Der ehemalige 69-Tage-Staatssekretär fordert nun weitere 50.000 Euro. Dies wirft Fragen nach der Personalpolitik des Regierenden Bürgermeisters auf. Experten sehen darin einen klaren Hinweis auf mangelndes politisches Fingerspitzengefühl. Wegner, der mit einem starken Team gestartet war, hat innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Schlüsselpositionen neu besetzen müssen.
Die Folgen für die Berliner Politik
Die ständigen Wechsel an der Spitze der Senatsverwaltungen erschweren die Arbeit der Verwaltung. Kontinuität und verlässliche Führung bleiben auf der Strecke. Auch die Opposition kritisiert die Entwicklung scharf. „Wegner hat sein Team nicht im Griff“, so ein Sprecher der Grünen. Die nächsten Monate werden zeigen, ob der Regierende Bürgermeister die Wogen glätten kann.



