Dynamo Dresden: Stamm ortet drei Baustellen nach Dämpfer gegen Cottbus
Dynamo Dresden: Stamm ortet drei Baustellen

Dynamo Dresdens Cheftrainer Thomas Stamm hat nach dem Doppel-Test gegen Energie Cottbus klare Worte gefunden. Die 1:2-Pleite der vermeintlichen Start-Elf im ersten Spiel bezeichnete der 43-Jährige als „Dämpfer“. „Gerade am Anfang des ersten Spiels haben die Basics wie Intensität und Zweikampfhärte gefehlt. Das darf uns in so einem Test, in dem es Richtung Startelf geht, nicht passieren. Da war ich schon enttäuscht“, so Stamm.

Enttäuschung über mangelnde Intensität

Vor allem die erste Halbzeit gegen Cottbus offenbarte eklatante Schwächen. Die Gäste aus der Lausitz agierten galliger, gewannen die entscheidenden Zweikämpfe und belohnten sich durch einen Treffer nach einem Pfostenschuss von Dominik Pelivan. Stamm übte schonungslose Kritik: „Es gab im ersten Spiel Jungs, die ich jetzt unmittelbar danach nicht mehr aufstellen würde. Aber dafür ist ja die Trainingswoche da, dass man sich wieder zeigen kann.“

Die Partie war als entscheidender Härtetest für die Startelf geplant – schließlich steht am 9. August der Zweitliga-Auftakt in Nürnberg an. Nach dem schwachen Auftritt dürfte sich die Personalfrage auf mehreren Positionen neu stellen. Stamm machte deutlich: „Ich will, dass wir es in der Generalprobe einfach besser machen.“

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Drei Baustellen für die Generalprobe

Der Schweizer Coach identifizierte drei klare Problemfelder, an denen es bis zum Ligastart zu arbeiten gilt. „In Ballbesitz eine gute Mischung hinbekommen, was den Zugriff angeht. Nicht so viele Konter zuzulassen, wenn der Gegner tief im Block steht. Und im Positionsspiel sauberer sein.“ Vor allem die Anfälligkeit für Konter gegen tief stehende Gegner bereitet Sorgen – ein Muster, das bereits in den vorherigen Testspielen auffiel, jedoch gegen schwächere Gegner nicht bestraft wurde.

„Das sind ein paar Themen, die haben wir in den letzten Wochen schon gesehen. Aber vielleicht nicht die Qualität des Gegners wie gegen Cottbus angetroffen“, erklärte Stamm. Die zwei Gegentore waren die ersten in der gesamten Saisonvorbereitung – ein Weckruf zur richtigen Zeit.

Reservisten nutzen ihre Chance

Die zweite Begegnung des Todes gewann Dynamo mit einer B-Elf trotz Rückstands noch 2:1. Till Neininger und Jonas Oehmichen drehten die Partie. Stamm wertete dies als positives Signal: „Dass wir das Spiel noch drehen konnten, ist positiv.“ Für jene Spieler, die im ersten Durchgang enttäuschten, öffnet sich damit wieder die Tür zur Startelf.

Die intensive Trainingswoche wird richtungsweisend. „Die Tür ist für alle offen“, betonte Stamm – ein klares Zeichen, dass die Hierarchie noch nicht endgültig feststeht. Die Generalprobe am Samstag (14 Uhr, Rudolf-Harbig-Stadion) gegen Bundesligist Union Berlin wird zeigen, wer sich für einen Platz in der Anfangself empfiehlt.

Fazit: Der Dämpfer gegen Cottbus kam zur rechten Zeit. Stamm nutzt die verbleibenden Tage, um die drei Baustellen zu schließen – die Konkurrenz im Kicker ist größer denn je.

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