KI-Chat F13 soll Thüringer Verwaltung um bis zu 80 Prozent beschleunigen
KI-Chat F13 soll Thüringer Verwaltung um bis zu 80 Prozent beschleunigen

Die Thüringer Landesverwaltung setzt künftig auf einen KI-Chat namens F13, um Verfahren zu beschleunigen. Digitalminister Steffen Schütz (BSW) gab bekannt, dass das Ziel eine Zeitersparnis von bis zu 80 Prozent sei. Das Kabinett verabschiedete dazu eine KI-Strategie für den Freistaat.

Das digitale Werkzeug F13 stammt aus Baden-Württemberg und wurde speziell für Verwaltungen entwickelt. Neben Thüringen und Baden-Württemberg nutzt auch das Saarland die KI-Lösung. Digitalstaatssekretärin Milen Starke betonte, dass der gezielte Einsatz von KI und Automatismen Verwaltungsprozesse beschleunigen und Bearbeitungszeiten reduzieren solle. Die Strategie sei zudem mit dem Landesdatenschützer abgestimmt worden.

Bereits Mitte vergangenen Jahres startete in Thüringen ein Pilotprojekt zu F13. In der ersten Phase wurden Anwendungsfälle definiert und getestet. Nun beginnt die zweite Phase, in der unter anderem geprüft wird, wie KI bei der Erstellung von Bescheiden oder der Beantwortung Kleiner Anfragen helfen kann.

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Bei Thüringer Landtagsabgeordneten wird KI bereits intensiv genutzt, etwa zum Schreiben von Reden oder für Kleine Anfragen. In der Vergangenheit gab es Befürchtungen, dass die Produktivitätssteigerung durch KI die Verwaltung überlasten könnte, da Kleine Anfragen bisher ohne KI beantwortet wurden. Laut Starke schafft die KI-Strategie nun den Rechtsrahmen für den künftigen KI-Einsatz in der Verwaltung.

Die Landesregierung hält zudem an der geplanten Thüringen-App fest, verschiebt jedoch den Zeitplan. Statt im Sommer soll nun Ende des Jahres eine erste Version erscheinen. Die bereits existierende Familienapp soll in die Thüringen-App überführt werden.

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