Beim World Health Summit in Berlin haben WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus und vier Gesundheitsminister vor Rückschritten beim Engagement für die globale Gesundheit gewarnt. In einem gemeinsamen Gastbeitrag, der in mehreren internationalen Zeitungen erschien, betonen sie, dass die Gesundheit der Welt trotz medizinischer Fortschritte gefährdet sei.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und seine Kollegen aus Frankreich, Norwegen und Mauretanien schreiben: „Trotz großer Fortschritte in der Wissenschaft und dem rapiden Zuwachs an Innovationen ist unsere Gesundheit in Gefahr, selbst in den hoch entwickelten Ländern.“ Sie fordern mehr Investitionen in die gemeinsame Sicherheit.
Die Stärkung nationaler Gesundheitssysteme reiche nicht aus. „Jedes Kind, das nicht geimpft wird, jedes Dorf, in dem es kein Gesundheitspersonal gibt, und jeder Krankheitsausbruch stellt unser Engagement für gesundheitliche Chancengleichheit auf die Probe“, heißt es in dem Beitrag.
Die Minister und der WHO-Chef appellieren: „Wir müssen über unsere selbstbezogenen Interessen hinausgehen, um die Schwächsten zu unterstützen. Damit schützen wir uns alle.“ Sie fordern eine flexiblere und effizientere WHO, deren Regelbeiträge in Krisenzeiten nicht ausreichen.
Auf dem Gipfel soll eine erste WHO-Investitionsrunde stattfinden, bei der sich Staaten zu zusätzlichen Zahlungen verpflichten können. Der World Health Summit bringt seit 2009 jährlich Akteure aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen.



