Potsdamer Rechenzentrum: Keine Entscheidung in Ausschusssitzung
Rechenzentrum Potsdam: Ausschuss vertagt Entscheidung

Im Ringen um die Zukunft des Kreativhauses Rechenzentrum in Potsdam hat es in den Fachausschüssen der Stadtpolitik mehrere Redeschlachten gegeben – aber keine Entscheidung. Der Haupt- und Bauausschuss diskutierte am Dienstag über die Vorlage der Oberbürgermeisterin, die eine siebenjährige Verlängerung der Nutzung des DDR-Baus vorsieht. Die Sitzung war von emotionalen Debatten und sachlichen Differenzen geprägt, ohne dass eine Abstimmung erfolgte.

Hintergrund des Streits

Das Rechenzentrum, ein ehemaliges DDR-Gebäude, beherbergt ein Kreativhaus mit Ateliers, Veranstaltungsräumen und kulturellen Angeboten. Die Stiftung Garnisonkirche, die das Grundstück besitzt, plant einen Neubau. Der aktuelle Nutzungsvertrag läuft Ende Juli aus. Die Oberbürgermeisterin schlägt vor, den Vertrag um sieben Jahre zu verlängern, um den Kreativen eine Perspektive zu geben. Kritiker befürchten jedoch, dass dies den Bau der umstrittenen Garnisonkirche verzögert.

Redeschlachten im Ausschuss

In der Sitzung des Haupt- und Bauausschusses kam es zu hitzigen Wortwechseln. „Es ging nicht immer sachlich zu“, berichtete ein Teilnehmer. Die Befürworter der Verlängerung betonten die kulturelle Bedeutung des Rechenzentrums und warnten vor einem abrupten Ende. Die Gegner argumentierten, dass die Stadt sich an vertragliche Vereinbarungen mit der Stiftung halten müsse. „Wir können nicht einfach einseitig die Bedingungen ändern“, sagte ein Ausschussmitglied.

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Keine Entscheidung – weitere Verhandlungen

Am Ende vertagte der Ausschuss die Entscheidung. Nächste Woche soll im Kuratorium der Stiftung Garnisonkirche beraten werden, danach in der Stadtverordnetenversammlung. „Es bleibt spannend“, kommentierte ein Beobachter. „Ob der DDR-Bau noch sieben Jahre länger genutzt werden kann oder schon Ende Juli vor dem Aus steht, ist völlig offen.“

Auswirkungen auf die Kulturszene

Das Rechenzentrum ist ein wichtiger Ort für die Potsdamer Kulturszene. Über 50 Künstler und Kreative nutzen die Räume. Eine Schließung würde viele Existenzgrundlagen gefährden. „Wir hoffen auf eine vernünftige Lösung“, sagte eine Sprecherin der Nutzer. Die Stadtverwaltung betont, dass man im Gespräch mit allen Beteiligten sei.

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