Schloss Bellevue: Milliardensanierung trotz Sparzwang kritisiert
Schloss Bellevue: Milliardensanierung trotz Sparzwang

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seinen Amtssitz Schloss Bellevue in Berlin geräumt. Grund ist eine umfassende Sanierung des historischen Gebäudes, deren Kosten auf bis zu eine Milliarde Euro geschätzt werden. Während die Bundesregierung in vielen Bereichen Sparmaßnahmen verordnet, sorgt die Milliardensumme für Kritik.

Steuerzahlerbund übt scharfe Kritik

Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, bezeichnete die Ausgaben als unverhältnismäßig. „Das passt nicht in die Zeit“, sagte Holznagel im Gespräch mit Thomas Kausch. Angesichts der angespannten Haushaltslage und der Forderung nach Einsparungen in anderen Bereichen sei eine derart teure Sanierung schwer zu vermitteln.

Die Sanierung von Schloss Bellevue ist seit Jahren geplant. Das Gebäude aus dem 18. Jahrhundert ist stark renovierungsbedürftig. Neben der Bausubstanz müssen auch die technischen Anlagen modernisiert werden. Ursprünglich waren die Kosten deutlich niedriger veranschlagt, doch im Laufe der Planung stiegen sie kontinuierlich an.

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Auszug des Bundespräsidenten

Frank-Walter Steinmeier ist vorübergehend in eine andere Residenz umgezogen. Während der Bauarbeiten wird er von einem anderen Ort aus seine Amtsgeschäfte führen. Wann die Sanierung abgeschlossen sein wird, ist noch unklar. Die Bauarbeiten könnten mehrere Jahre dauern.

Der Bund der Steuerzahler fordert eine transparente Aufschlüsselung der Kosten und eine Begrenzung der Ausgaben. „Es muss geprüft werden, ob wirklich jede Maßnahme notwendig ist“, so Holznagel. Die Diskussion um die Sanierung von Schloss Bellevue dürfte in den kommenden Monaten anhalten.

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