Am Donnerstag wollen Schülerinnen und Schüler in Thüringen erneut gegen den neuen Wehrdienst protestieren. Demonstrationen sind zur Vormittags- und Mittagszeit unter anderem in Jena, Erfurt, Eisenach, Gotha und Weimar geplant.
Das Bildungsministerium weist darauf hin, dass die Teilnahme an den Demos während der Schulzeit als unentschuldigte Fehlzeit gilt. Schüler werden nicht von der Schulpflicht entbunden, selbst wenn Eltern die Teilnahme erlauben. In dringenden Ausnahmefällen könne auf Antrag der Eltern eine Beurlaubung erfolgen, über die Lehrer oder das Schulamt entscheiden.
Das Ministerium betont zudem, dass die Demonstrationen keine Schulveranstaltungen seien. Teilnehmende Schüler seien währenddessen und auf dem Weg nicht gesetzlich unfallversichert. Gleichzeitig erkennt das Ministerium an, dass das Thema Wehrpflicht kontrovers diskutiert wird, und empfiehlt, es im Unterricht aufzugreifen.
Die Bildungsgewerkschaft GEW Thüringen hat sich solidarisch mit den Schulstreiks erklärt. Sprecher Michael Kummer ermutigt Pädagogen, mit Schülern über das Thema zu sprechen und gemeinsam an Schulstreiks teilzunehmen, etwa als Lernen am anderen Ort. Die GEW lehnt eine weitere Militarisierung der Bildung und die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht ab.



