Polizei erschießt CSD-Attentäter Abdul Ballout in Spandauer Kleingartenanlage
So verlief der Polizeieinsatz gegen den CSD-Attentäter in Spandau

Ein kleiner Holzsteg führt über einen Wassergraben, die Hecken sind frisch geschnitten, auf einem Grundstück plätschert ein Brunnen. Inmitten der sommerlichen Kleingartenidylle Spandaus versteckte sich der mutmaßliche CSD-Attentäter Abdul Ballout. Der 21-Jährige soll am Samstagabend am Rande des Berliner Christopher Street Days mit einem Kleinbus in eine Menschenmenge gefahren sein. Eine Frau starb, 29 weitere Menschen wurden verletzt. Er soll auch Menschen mit einer Stichwaffe verletzt haben.

Die Fahndung läuft auf Hochtouren

Nach der Tat am Samstagabend leitete die Polizei sofort eine großangelegte Fahndung ein. Zeugen hatten gesehen, wie der Täter nach dem Anschlag in Richtung Spandau flüchtete. Die Beamten durchkämmten das Gebiet und konzentrierten sich schließlich auf die Kleingartenanlage. In Parzelle 46 spürten sie den Tatverdächtigen auf. Als der 21-jährige syrische Staatsbürger die Beamten bemerkte, zog er ein Messer und ging auf die Polizisten zu. Mehrere Schüsse fielen, Ballout wurde tödlich getroffen.

Anwohner erleben den Einsatz hautnah

Kleingärtner in der Laubenkolonie bekamen den Einsatz unmittelbar mit. „Plötzlich hörte ich laute Knallgeräusche, dann sah ich die Polizei mit gezogenen Waffen“, berichtet ein Anwohner dem Tagesspiegel. „Es war ein Schock, so etwas in unserer friedlichen Anlage zu erleben.“ Die Polizei sperrte das Gebiet weiträumig ab, ein Großeinsatz mit Spezialkräften lief über mehrere Stunden. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar, die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

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Die Tat und ihre Opfer

Am Samstagabend gegen 21 Uhr raste der mutmaßliche Täter mit einem Kleinbus in eine Menschenmenge, die sich nahe dem CSD-Zug in Berlin-Schöneberg befand. Dabei kam eine 42-jährige Frau ums Leben, 29 weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Der Fahrer flüchtete zu Fuß und attackierte dabei mehrere Personen mit einem Messer, bevor er in Spandau untertauchte. Die Polizei bestätigte, dass Ballout in den Fokus der Ermittlungen gerückt war, und dass die Sicherheitsbehörden von einer islamistischen Motivation ausgehen.

Reaktionen aus der Politik

Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) dankte den Einsatzkräften für ihr schnelles und entschlossenes Handeln. „Dieser Einsatz hat möglicherweise weitere Opfer verhindert“, sagte sie. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sprach den Angehörigen der getöteten Frau sein Mitgefühl aus und betonte die Entschlossenheit des Senats, gegen Extremismus vorzugehen. Die CSD-Organisatoren zeigten sich erschüttert, lobten aber gleichzeitig die Arbeit der Polizei.

Ermittlungen zum Täter

Abdul Ballout war den Behörden bereits vor der Tat als Islamist bekannt. Er soll sich in den letzten Monaten radikalisiert haben. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Berlin gab es Hinweise auf eine mögliche Gefährdung, jedoch nicht konkret genug für eine Präventivmaßnahme. Nun wird geprüft, ob es Mitwisser oder Unterstützer gab. Die Ermittler werten Handy und Computer des Täters aus.

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