Ein Angelausflug auf der Ostsee endete für einen 29-jährigen Mann nach 27 Stunden mit einem Rettungseinsatz. Der Nautik-Student aus Rostock war am Sonntag mit einem drei Meter langen Boot auf die Ostsee gefahren, als der Außenborder seines Schiffes den Propeller verlor, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger mitteilte.
Das Boot trieb vom Wind aufs Meer hinaus, etwa 30 Kilometer weit bis nördlich von Rerik in Mecklenburg-Vorpommern. Hilfe konnte der Mann nicht rufen, da der Akku seines Handys leer war. Bei eisigem Wind und Temperaturen um zwei Grad Celsius blieb ihm nur das Warten.
Nach 27 Stunden kam Hilfe: Die Besatzung der Korvette „Braunschweig“ der Deutschen Marine rettete den 29-Jährigen aus seinem Angelboot. Er wurde mit Unterkühlungserscheinungen in ein Krankenhaus gebracht.
Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, gegründet im Mai 1865, rettete eigenen Angaben zufolge im vergangenen Jahr 768 Menschen aus Seenot.



