Berliner Abinoten: Große Unterschiede zwischen Gymnasien seit 2019
Berliner Abinoten: Große Unterschiede zwischen Gymnasien

Eine exklusive Auswertung der Berliner Morgenpost zeigt, dass sich die Abiturnoten an den Gymnasien der Hauptstadt seit 2019 sehr unterschiedlich entwickelt haben. Während einige Schulen kontinuierlich Spitzenleistungen erbringen, gibt es an anderen Bewegung – sowohl zum Besseren als auch zum Schlechteren.

Stabilität an Spitzenschulen

An einigen Berliner Gymnasien bleiben die Abiturnoten über die Jahre hinweg konstant auf hohem Niveau. Diese Schulen scheinen bewährte pädagogische Konzepte zu verfolgen, die unabhängig von Jahrgangsschwankungen stets gute Ergebnisse liefern. Die Analyse basiert auf den veröffentlichten Abiturnoten der Jahre 2019 bis 2025.

Aufwärts- und Abwärtstrends

Andere Gymnasien verzeichnen deutliche Veränderungen. Manche Schulen haben sich im Vergleich zu 2019 verbessert, was auf gezielte Fördermaßnahmen oder veränderte Lehrpläne hindeuten könnte. Gleichzeitig gibt es Einrichtungen, deren Durchschnittsnoten gesunken sind. „Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von personellen Wechseln bis hin zu veränderten sozialen Rahmenbedingungen im Einzugsgebiet“, erklärte ein Bildungsexperte der Senatsverwaltung.

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Detailanalyse der Daten

Die Auswertung umfasst alle öffentlichen Gymnasien Berlins. Dabei zeigt sich, dass die Spanne zwischen den besten und den schwächsten Schulen weiterhin groß ist. Die Differenz beträgt im Schnitt mehr als eine ganze Note. Besonders auffällig ist, dass einige Schulen mit einem hohen Anteil an Schülern aus sozial benachteiligten Familien dennoch überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen. „Das zeigt, dass Engagement und gute Konzepte mehr ausmachen können als die reine Sozialstruktur“, so der Experte weiter.

Auswirkungen auf die Bildungspolitik

Die Erkenntnisse werfen Fragen zur Chancengleichheit im Berliner Schulsystem auf. Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) kündigte an, die Ergebnisse zu analysieren und gegebenenfalls Maßnahmen zur Unterstützung von Schulen mit negativen Trends zu ergreifen. „Jede Schule soll die bestmögliche Bildung bieten können. Wir werden die Ursachen für die unterschiedlichen Entwicklungen genau untersuchen“, sagte sie der Morgenpost.

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