Jeden Montagabend verwandelt sich ein Seminarraum der Universität Potsdam in eine Arena des Arguments. Malte Matthes, Mitglied des Debattenclubs „Wortgefechte“, eröffnet die Sitzung. Links von ihm sitzt die Regierung, rechts die Opposition – jeweils drei Studierende, die bereit sind, ihre Positionen zu verteidigen.
Wöchentliche Debatten zu aktuellen Themen
Die Themen sind vielfältig: Künstliche Intelligenz, die Wiedereinführung der Wehrpflicht oder der Beitritt weiterer Staaten zur Europäischen Union. Jede Woche aufs Neue trainieren die Teilnehmenden, zuzuhören, zu widersprechen und zu überzeugen. Der Club „Wortgefechte“ bietet einen geschützten Raum für kontroverse Diskussionen, in dem das bessere Argument zählt.
Finale des Debatten-Campus am 5. Juli
Ein Höhepunkt steht bevor: Am 5. Juli findet das Finale des Debatten-Campus statt. Hier messen sich die besten Debattierenden der Universität in einem öffentlichen Wettstreit. Die Vorbereitung läuft auf Hochtouren, denn die Konkurrenz ist stark. „Es geht nicht darum, Recht zu haben, sondern darum, die eigene Position mit guten Argumenten zu untermauern“, erklärt Matthes.
Konstruktives Streiten als Lernziel
Der Club versteht sich als Trainingsstätte für demokratische Diskussionskultur. In Zeiten polarisierter Debatten in der Gesellschaft legen die Mitglieder Wert auf Respekt und Sachlichkeit. „Wir lernen, auch unbequeme Positionen zu vertreten und gleichzeitig die Argumente der Gegenseite ernst zu nehmen“, ergänzt eine Teilnehmerin. Das Finale verspricht spannende Redeschlachten und zeigt, wie konstruktives Streiten gelingen kann.



