Rheinland-Pfalz weitet „First Class“-Projekt auf 91 Grundschulen aus
„First Class“-Projekt auf 91 Grundschulen ausgeweitet

Rheinland-Pfalz weitet das erfolgreiche Projekt „First Class“ zur Unterstützung von Schulanfängern mit erheblichen Startschwierigkeiten deutlich aus. Zum neuen Schuljahr werden landesweit insgesamt 91 Grundschulen an der Initiative teilnehmen, wie Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig (CDU) der Deutschen Presse-Agentur in Mainz mitteilte. Das Programm zielt darauf ab, Kinder mit großen Defiziten in den Bereichen Sprache, mathematische Grundkenntnisse sowie soziale und feinmotorische Fähigkeiten – wie etwa das Halten eines Stifts – zu fördern.

Bedarfsorientierte Betreuung durch pädagogische Fachkräfte

Die betroffenen Kinder werden bedarfsorientiert von speziell ausgebildeten pädagogischen Fachkräften betreut. Ursprünglich war die Unterstützung auf sechs Wochen angelegt, doch mittlerweile erhalten die Schulen die Förderung zeitlich unbefristet, erklärte die Ministerin. Das Angebot gilt landesweit und soll sicherstellen, dass kein Kind aufgrund mangelnder Vorbereitung zurückgelassen wird.

Auslöser: Hohe Wiederholerquote an der Gräfenauschule

Den Anstoß für das Projekt gab eine alarmierend hohe Zahl an Erstklässlern an der Gräfenauschule in Ludwigshafen, die das erste Schuljahr wiederholen mussten. Das Bildungsministerium startete daraufhin vor zwei Jahren gemeinsam mit der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau die Initiative. Wegen der positiven Resonanz wurde das Programm im Schuljahr 2025/26 an weiteren 31 Grundschulen im Land mit besonderem Förderbedarf und sozial benachteiligten Kindern eingesetzt. Im neuen Schuljahr kommen nun 30 weitere Schulen hinzu, sodass insgesamt 91 Schulen teilnehmen.

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Positive Resonanz und Ausbau

Die Bildungsministerin betonte, dass die positive Resonanz auf das Projekt den Ausbau vorantreibe. „Wir sehen, dass die gezielte Förderung den Kindern hilft, besser in der Schule anzukommen und ihre Defizite aufzuholen“, so Eiling-Hütig. Mit der Ausweitung auf 91 Schulen werde ein wichtiger Beitrag zur Chancengleichheit im Bildungssystem geleistet.

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