Neo Schönfeld ist neun Jahre alt und besucht die vierte Klasse einer Grundschule in Potsdam. Seit Mai ist er jedoch nicht nur Schüler, sondern auch Clubgründer. „Ich lerne gern und es fällt mir leicht“, erzählt der Viertklässler im Gespräch mit den Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN). „In der Schule helfe ich den anderen Kindern, wenn ich fertig bin mit den Aufgaben.“ Diese Hilfsbereitschaft wollte er über den Schulhof hinaus ausweiten.
Die Idee für den Lernclub
Als Neo erfuhr, dass die Stadt Potsdam ein Kinder- und Jugendbudget vergibt, das Ideen von Kindern und Jugendlichen mit bis zu 1500 Euro fördert, schmiedete er einen Plan. „Hier ist mein Businessplan“, sagte er und reichte seine Bewerbung ein. Mit dem Geld gründete er seinen eigenen Lernclub, in dem er Gleichaltrigen bei schulischen Herausforderungen hilft – besonders in Mathematik, seinem Lieblingsfach. „Ich freue mich auf noch mehr Mathe“, so Neo.
Unterstützung von der Stadt
Das Kinder- und Jugendbudget ist ein Instrument der Potsdamer Stadtpolitik, um junge Menschen zu ermutigen, eigene Projekte umzusetzen. Neo ist eines der jüngsten Beispiele dafür, wie dieses Budget wirkt. Seine Initiative zeigt, dass auch Grundschulkinder Verantwortung übernehmen und Gemeinschaftssinn entwickeln können. Der Lernclub trifft sich regelmäßig und wird von Neo selbst geleitet.
Positive Resonanz
Die Reaktionen auf Neos Engagement sind durchweg positiv. Mitschüler, Lehrer und Eltern loben seinen Einsatz. „Es ist beeindruckend, wie selbstständig und motiviert er ist“, sagt eine Lehrerin. Neo selbst sieht das gelassen: „Ich möchte einfach, dass alle gut mitkommen.“ Sein Club ist ein Beispiel dafür, wie Kinder mit einfachen Mitteln Großes bewirken können.



