Pankow plant 18 neue Schulen gegen Platzmangel
Pankow plant 18 neue Schulen

In Berlin-Pankow fehlen über 4.000 Schulplätze allein im Sekundarbereich, wie ein neuer Bezirksbericht zeigt. Tausende Schüler müssen Schulen in Nachbarbezirken besuchen. Obwohl die Nachfrage in einigen Gebieten künftig sinken dürfte, bleibt die Lücke vorerst groß. Deshalb planen Senat und Bezirk den Bau von 18 neuen Schulen. Einige Schulen öffnen zusätzliche Klassen, während andere ihre Züge reduzieren.

Sechs neue Grundschulen für Pankow

Aktuell fehlen fast 800 Plätze in Grundschulen. Sechs Neubauten sind geplant. Die 51. Grundschule in Niederschönhausen soll im Schuljahr 2027/28 öffnen, mit drei Zügen pro Jahrgang (Klassen A bis C) und Platz für über 430 Schüler. Fünf weitere Standorte sind in Planung, aber noch nicht vollständig finanziert. Die Grundschule am Pankower Tor ist an den Bau neuer Wohnviertel gekoppelt und soll frühestens 2035/36 öffnen.

Drei Gymnasien, aber Finanzierung offen

Für die drei geplanten Gymnasien ist die Finanzierung noch nicht gesichert. Am Standort Hansastraße soll das ehemalige Kinderkrankenhaus in Weißensee reaktiviert werden. Am Sommerbad Pankow und an der Friedrich-Engels-Straße sind Gymnasien mit vier Zügen pro Jahrgang vorgesehen, was langfristig mindestens 1.200 Plätze schaffen könnte. Die Eröffnung dürfte jedoch über zehn Jahre dauern.

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Integrierte Sekundarschulen werden ausgebaut

Im Norden Pankows plant der Bezirk einen großen Ausbau der Integrierten Sekundarschulen (ISS). Am Rosenthaler Weg entsteht ein neuer Sek I-Bau mit vier Zügen (100 Plätze), Eröffnung 2029/30. Die Sek II folgt ein Jahr später mit drei Zügen (75 Plätze). Auch der Standort Falkenberger Straße wird reaktiviert. Für vier weitere Schulen – Karower Chaussee, Heinersdorfer Straße, Straße vor Schönholz und Pistoriusstraße – fehlt noch die Finanzierung.

Zwei Gemeinschaftsschulen öffnen bald

Im Schuljahr 2027/28 eröffnen die Gemeinschaftsschulen „Unter den Bäumen“ und „An der Rennbahn“ mit je drei Zügen in der Sek I. Das schafft 150 reguläre Schulplätze pro Jahr. Drei weitere Neubauten sind langfristig in Karow Süd, Alte Schäferei und an der Michelangelostraße geplant.

Grundschulen kürzen, Sekundarschulen erweitern

Bis die meisten Neubauten fertig sind, wird die Schulplatzknappheit zunächst zunehmen. Drei Grundschulen bauen zusätzliche Klassen auf, andere reduzieren, weil in den meisten Teilen Pankows ausreichend Grundschulplätze vorhanden sind. Drei Sekundarschulen erhalten neue Parallelklassen: Die beliebte Heinz-Brandt-Schule (ISS bis Sek I) wächst ab 2027/28 von vier auf fünf Züge. Die Reinhold-Burger-Schule steigt auf viereinhalb Züge, allerdings nur für acht Jahre. Das Rosa-Luxemburg-Gymnasium bekommt ab 2035/36 einen zusätzlichen Zug pro Jahrgang.

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