Sachsens Kultusminister fordert Nachbesserung bei Bundes-Kita-Plänen
Sachsens Kultusminister kritisiert Kita-Pläne des Bundes

Der sächsische Kultusminister Conrad Clemens (CDU) sieht erheblichen Nachbesserungsbedarf bei den Kita-Plänen des Bundes. Konkret geht es um den Referentenentwurf des Kita-Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetzes. Inhaltlich enthalte er zwar gute Ansätze, sagte Clemens der Deutschen Presse-Agentur und nannte dabei etwa den Fokus auf frühkindliche Bildung, Sprachtests für alle Vierjährigen und eine Förderung auf Basis sozialer Faktoren.

Kritik: Mehr Anforderungen für weniger Geld

„Der Entwurf verbindet aber mehr Anforderungen mit weniger Unterstützung. Das wird nicht funktionieren“, sagte der Minister. In einem Bereich, in dem der Bund nicht allein zuständig sei, wolle er hohe Ansprüche an die Kommunen formulieren. „Gleichzeitig kürzt er das Geld erheblich. Statt bisher 16 Milliarden soll es für die nächsten Jahre nur rund 9 Milliarden geben.“

Die bisher den Ländern zur Verfügung gestellten Mittel im Umfang von zwei Milliarden Euro jährlich sollen 2027 und 2028 auf 1,49 Milliarden Euro, 2029 auf 1,24 Milliarden Euro und zwischen 2030 und 2034 auf jeweils 993 Millionen Euro reduziert werden.

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Bund will Trendwende in der Bildungspolitik erreichen

Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) hatte den Referentenentwurf in dieser Woche vorgestellt. Mit Sprachtests für alle Vierjährigen und gezielter Förderung in den Kitas will sie eine Trendwende in der Bildungspolitik erreichen. „Denn gute Bildung beginnt nicht erst in der Schule, sondern in der Kita“, sagte die Ministerin. Das neue Kita-Gesetz soll Kindern den Übergang zur Grundschule erleichtern. Dafür verspricht der Bund bis 2034 insgesamt 9,25 Milliarden Euro.

Hintergrund sind die extrem unterschiedlichen Bildungschancen für Kinder in Deutschland, die sich oft schon in der Grundschule zeigen und sich durch die gesamte Bildungslaufbahn ziehen.

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