Rückzug von Kai Wegner: Leser fordern Konsequenzen
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner verkündete bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz am Freitag, dass er bei der Wahl im September nicht als Spitzenkandidat der CDU antreten werde. Die Leserbriefe zu diesem Schritt fallen vernichtend aus. Sonnhild Dörenberg kommentiert via Facebook: „Lieber Gott, nimm mir alles, aber nie meine Ausreden. Wenn ihm die Berliner so wichtig wären, würde er jetzt zurücktreten und nicht nur nicht zur Wahl antreten. Der lügt, wenn er nur den Mund aufmacht. Warum kleben die alle so auf ihren Stühlen und ziehen keine Konsequenzen?“
Micha Tricky zieht einen Vergleich zu den USA: „Ein bisschen wie mit Biden in den USA, wo die Einsicht zum Rücktritt leider viel zu spät kam… Somit ist die Wahl in den Sand gesetzt worden. Diese Wahlniederlage hat er ganz klar zu verantworten!“ Dirk Schönfeld fordert ebenfalls Konsequenzen: „Ein Lügner bleibt ein Lügner. Herr Merz, nehmen Sie sich ein Beispiel und treten Sie endlich zurück. Lügner dürfen keine Ämter bekleiden.“ Ein Instagram-Nutzer namens ericjberlin kommentiert knapp: „Erstmal zum Tennisplatz.“
ZLB am Alexanderplatz: Streit um Standort und Nutzung
Die Diskussion um die Zentrale Landesbibliothek (ZLB) am Alexanderplatz sorgt für hitzige Debatten. Horst Ahlers kritisiert per E-Mail die Pläne: „Es werden Prachtbauten geplant, die keiner braucht und die aus der Zeit fallen. Der ehemalige Kultursenator Chialo und jetzt Evers gefallen sich mit dem Gedanken, später einmal auf so einen Prachtbau zu verweisen, mit der Bemerkung, das sei ihr Werk. Für die Einwohner der Stadt und die Wähler ist das vollkommen unwichtig.“ Er schlägt vor, die rund 80 Bibliotheken in Berlin zu reduzieren und zu rationalisieren: „Wenn also Geld für Bibliotheken ausgegeben wird, dann bitte für die Digitalisierung der Kataloge und der Bestände. Dann können viele Menschen Bücher nutzen, ohne sich auf den Weg in die Bibliothek zu machen. Auch die Ausleihe könnte digitalisiert werden.“
Ahlers zieht einen Vergleich zu modernen Apotheken und Logistikgebäuden: „In keiner modernen Apotheke werden die Arzneimittel per Hand einsortiert oder auf Anforderung per Hand entnommen. Es reicht, eine Nummer in den Computer einzugeben, und schon erledigt eine Maschine diese Aufgabe. Moderne Logistikgebäude werden ebenso betrieben. Computergesteuerte Maschinen übernehmen das Einsortieren und die Herausgabe. Warum geht das nicht bei Bibliotheken?“
Marc Roberts schlägt via Facebook einen alternativen Standort vor: „Pfoten weg von dem Kaufhaus! Das hat eines zu bleiben, oder es wird zu einer Mall mit verschiedenen Mietern (vielleicht auch solchen, die aus dem Bahnhof ausziehen mussten und hinterher nicht mehr da reinwollen oder können). Eine Bibliothek in einem Haus, das bisher nur leichte Warenträger für leichte Waren hatte. Die ZLB passt da besser ins ehemalige Möbelhaus Möbel Hübner in der Genthiner Straße. Trotzdem noch zentral und gut erreichbar und in einem Gebäude, das in jeder Etage sehr schwere Möbel tragen kann.“ Lothar W. Pawliczak kommentiert: „Es gibt offensichtlich schon zu viele Shoppingcenter und Kaufhäuser in Berlin. Warum noch eins? Weil gewisse Leute und Fonds nicht wissen, wohin mit ihrem Geld.“
Tempelhofer Feld: Kritik an Bebauungsplänen
Ahlers äußert sich auch zur geplanten Randbebauung des Tempelhofer Feldes: „Heute wird gemeldet, dass die Kaltmieten bei 16,00 Euro pro Quadratmeter liegen sollen. Wer kann sich das leisten? Und warum sollten gut verdienende Menschen in die Nähe der Hermannstraße und des Hermannplatzes in Neukölln ziehen, einem Schwerpunkt der Kriminalität? Sollte sich die Krise mit Russland verschärfen, brauchen wir vielleicht wieder den Flughafen Tempelhof. Wenn er zugebaut wird, kann er für seine ursprüngliche Aufgabe nicht mehr genutzt werden. Und schließlich sollten Grün- und Erholungsflächen in der Stadt erhalten bleiben. Die Bebauung ist nichts anderes als eine Schnapsidee.“
Bonnie Tyler: Erinnerungen an die Rockröhre
Zum Tod von Bonnie Tyler am 9. Juli erinnert sich Klaus P. Jaworek per E-Mail an einen Auftritt der Sängerin: „Bonnie Tyler war am 21. August 2025 bei Hannes Ringlstetter in seiner Sendung ‚Ringlstetter‘ im BR zu Gast. Mit Hannes Ringlstetter sang sie dort ihren Welthit ‚It’s a heartache‘ und sie sprühte nur so vor Leben. Sie hatte noch sehr viel in und mit ihrem Leben vor und wollte auch wieder auf große Tour gehen. In ihrer langen Karriere als Sängerin hatte die Pop- und Rocksängerin weltweit doch einige sehr respektable Hits. Dann kam diese quälende Krankheit über sie, von der sich Bonnie Tyler leider nicht mehr erholt hat. Mir persönlich gefällt ihr erster großer Hit aus dem Jahr 1976, ‚Lost in France‘, immer noch!“
Nagelsmann-Rücktritt: Parallelen zur Politik
Zum Rücktritt von Julian Nagelsmann als Bundestrainer äußert sich Alfred Kastner per E-Mail: „Die deutsche Fußballnationalmannschaft und die Bundespolitik verbindet seit Jahren eine eigenartige Symbiose. Julian Nagelsmann war nie ein erfolgreicher Fußballer in höheren Ligen. Er ist ein reiner Theoretiker. Auf welche Weise soll er gestandenen Profifußballern Respekt vermitteln? Friedrich Merz hatte vorher nie einen Ministerposten inne und war auch nie Ministerpräsident eines Bundeslandes. Julian Nagelsmann hat sein Scheitern von sich aus eingesehen.“



