BMW Golf Cup in Wannsee: Regenrunde und Regelkunde beim Turnier
BMW Golf Cup: Regenrunde mit Regelkunde in Wannsee

Am vergangenen Montag fand das Qualifikationsturnier für das Regionalfinale des BMW Golf Cups in Wannsee statt – und das bei strömendem Dauerregen. Schon vor dem Start um 12 Uhr setzte der vorhergesagte Regen ein und begleitete die Spieler während der gesamten Runde. „Trotz des Wetters gab es erstaunlich wenig Absagen“, freute sich Gastgeberin Theodora Schnauck-Betow. Das Turnier wurde vom Autohaus Riller & Schnauck veranstaltet, das in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert, und war Teil der Internationalen BMW Golf Cup Amateurserie. 80 sportliche Teilnehmer zogen in wasserdichten Jacken, Hosen und Hüten mit Schirmen los.

Regelpapst teilt sein Wissen

Einer meiner Mitspieler wurde mir als „Regelpapst“ des Golfclubs Wannsee vorgestellt: Dr. Wing Hin Chung. Er veranstaltet regelmäßig Regelkunde-Abende für die Mitglieder, leitet Liga-Spiele und beeindruckte mit seinem in St. Andrews erworbenen Wissen, das er freundlich und anschaulich mit uns teilte. Theoretisch sollte jeder Golfer die Regeln kennen, aber praktisch gibt es allerlei Unkenntnis, Missverständnisse und mehr oder weniger großzügige Auslegungen, was bei vorgabewirksamen Turnieren nicht zulässig ist. „In Privatrunden drücke ich auch mal ein Auge zu, ich will ja nicht alle Freunde verlieren“, meinte der „Regelpapst“. Auf ausdrückliche Bitte frischte er unsere Kenntnisse auf: wie man einen Ball zum Identifizieren richtig markiert, von welchem Punkt aus der Ball an einem Hemmnis gedroppt wird und dass es nicht zulässig ist, im Rough das Gras auszureißen, um den Ball zu spielen.

„Regeln geben Sicherheit. Wenn sich jeder daran hält, ist es ein schönes Spiel“, meinte er. Das gilt wohl nicht nur beim Golf.

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Kulinarische Highlights trotz Regen

Eine Pause vom Dauerregen gab es am Halfway-Haus: köstliche Hummersuppe und gegrillte Käse-Sandwiches. Für die Runden-Verpflegung gibt es zum Glück keine Regeln. Kulinarische Belohnung fürs Durchhalten bot auch das Menü von Club-Gastronom Franz Raneburger am Abend: Melonensalat mit Garnelen, Bio-Kalbsrücken und Grießknödel mit Marillen hätten auch Gastro-Kritiker beeindruckt.

Siegerehrung und Qualifikation

Bei der Siegerehrung stellte sich heraus, dass die Gäste aus anderen Golfclubs deutlich besser mit dem Regen und dem Platz zurechtgekommen waren als die Wannseer. Gewinner und Gewinnerin der drei Handicap-Klassen wurden Josse Joppich von der Golfrange Großbeeren, Antje Anderle aus dem Golfpark Schloss Wilkendorf und Alexander Popp-Wittmann vom Golfresort Semlin. Sie fahren zum Regionalfinale nach Winston und haben dort die Chance, sich für das Deutschland-Finale im Golfclub München Eichenried zu qualifizieren. Das Weltfinale des BMW Cups 2026 findet dann auf einem sonnenverwöhnten Kontinent statt.

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