Bayern hat im ersten Halbjahr 2026 bereits rund 15.300 Unterbringungsplätze für Asylbewerber abgebaut oder gekündigt. Das teilte das Innenministerium in München mit. Für das gesamte Jahr 2026 sind mindestens 20.000 Plätze vorgesehen, bis Ende 2027 sollen weitere rund 22.000 Plätze wegfallen.
Rückgang der Asylbewerberzahlen ermöglicht Abbau
Innenminister Joachim Herrmann (CSU) betonte, dass der Fokus auf dem Abbau kostenintensiver Unterkünfte wie Hotels oder Notunterkünften liege, um die Ausgaben deutlich zu senken. „Bis Ende 2027 sollen gegenüber Sommer 2025 rund 42.000 Unterbringungsplätze abgebaut werden – das entspricht etwa einem Viertel aller Plätze im Freistaat“, so Herrmann.
Asylzugang um 39 Prozent gesunken
Der Minister verwies auf einen deutlichen Rückgang der Asylbewerberzahlen: „Der Asylzugang hat sich im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nochmals deutlich verringert und liegt bei minus 39 Prozent.“ Zudem habe die Zahl der Aufenthaltsbeendigungen mit 7.206 deutlich über den 4.179 Asylzugängen gelegen (Stand Ende Mai).
Entlastung der Kommunen
Diese Entwicklung ermögliche es, Unterkünfte verstärkt abzubauen und die Kommunen weiter zu entlasten, erklärte Herrmann. Der Freistaat sieht sich beim geplanten Abbau auf einem guten Weg.



