Berliner Bäder-Bürokratie: Wenn der Sommer zur Geduldsprobe wird
Berliner Bäder-Bürokratie: Sommerchaos in den Freibädern

Sommer in Berlin: Bäder-Chaos trotz Hitzewelle

Die Hitzewelle ist da, aber in Berlin sind nicht alle Freibäder geöffnet. Sommerfreuden und Bürokratie vertragen sich nicht, findet unser Kolumnist.

Puuh, kaum ist der Sommer da, sehnen sich alle nach einer Abkühlung. Also nichts wie raus nach Wannsee – oder in eines der Freibäder – wenn sie denn geöffnet haben. In Neukölln hat man die rechtzeitige Bestellung von Filtern fürs Schwimmbecken vergessen, und nun ist erstmal nichts mit einem erfrischenden Sprung ins Wasser. In Jungfernheide vermiesen die fiesen Raupen das Badevergnügen, andere Sommerbäder sind marode und bleiben geschlossen. Aber in Halensee hat der neue Betreiber das Strandbad mit viel Geld richtig schick gemacht – und kämpft nun mit den Bürokraten im Bezirksamt. Verstehen kann man das nicht.

Bürokratie als Hindernis für Sommerfreuden

Die Berliner Bäder-Betriebe stehen vor großen Herausforderungen. Personalmangel, Sanierungsstau und bürokratische Hürden führen dazu, dass viele Freibäder nicht rechtzeitig zur Sommersaison öffnen können. Dabei wäre gerade jetzt, bei Temperaturen über 30 Grad, der Bedarf an Abkühlung enorm.

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Besonders ärgerlich ist der Fall in Neukölln, wo schlichtweg die Filter für das Schwimmbecken nicht bestellt wurden. Ein klassischer Fall von Organisationsversagen, der den Badegästen die Freude am Sommer verdirbt. In Jungfernheide sind es Raupen, die das Bad unbenutzbar machen – ein Naturphänomen, das jedoch ebenfalls besser hätte vorbereitet werden können.

Strandbad Halensee: Modernisierung trifft auf Bürokratie

Ein positives Beispiel ist das Strandbad Halensee, das unter neuer Betreiberschaft aufwendig saniert wurde. Doch statt sich über die gelungene Modernisierung zu freuen, müssen die Betreiber nun gegen bürokratische Hürden im Bezirksamt kämpfen. Das zeigt, dass selbst gut gemeinte Investitionen an der Verwaltung scheitern können.

Es bleibt zu hoffen, dass die zuständigen Stellen endlich erkennen, dass Bürokratie nicht um ihrer selbst willen existieren darf, sondern den Bürgern dienen soll. Denn wenn die Berliner bei 35 Grad im Schatten kein Freibad finden, dann ist das ein Versagen der Verwaltung – und kein Grund zum Feiern.

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