Berliner Waldkita wegen Sicherheitsmängeln gesperrt: Jetzt gehen Kinder wandern – und hüten sich vor Raupen
Die seit Anfang Mai wegen baulicher und technischer Mängel geschlossene Berliner Waldkita „Fila“ hat ihren Betrieb provisorisch wieder aufgenommen. Wie die Leiterin Ulli Boström in dieser Woche mitteilte, werden nun Ausflüge mit den 23 Kindern organisiert. Die Zukunft der Tagesstätte im Grunewald bleibt jedoch völlig offen, da viele Probleme ungelöst sind.
Provisorischer Betrieb mit Ausflügen
Statt im angestammten Waldgelände treffen sich die Erzieherinnen mit den Kindern an wechselnden Orten. „Wir unternehmen Wanderungen und erkunden die Natur“, erklärte Boström. Dabei müssen die Kinder besonders auf Raupen achten, die in diesem Jahr vermehrt auftreten. Die Ausflüge sind eine kreative Lösung, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, doch sie sind auf Dauer nicht tragfähig.
Ungelöste Probleme und offene Zukunft
Die Waldkita war gesperrt worden, weil Baumängel und technische Probleme die Sicherheit gefährdeten. Wann und ob die Einrichtung wieder regulär öffnen kann, ist unklar. Boström hofft auf einen „Runden Tisch“ mit allen Beteiligten, um Perspektiven zu entwickeln. „Wir brauchen dringend eine Lösung, sonst steht die Kita vor dem Aus“, warnt sie. Die Eltern sind verunsichert, viele suchen bereits nach Alternativen.
Hintergrund der Sperrung
Die Sperrung erfolgte nach einer Inspektion, die erhebliche Mängel an der Bausubstanz und der technischen Ausstattung offenbarte. Unter anderem waren tragende Holzkonstruktionen beschädigt und die Elektrik veraltet. Die Kosten für eine Sanierung sind noch nicht beziffert. Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf prüft derzeit die Möglichkeiten einer Wiedereröffnung. Bis dahin bleiben die Kinder auf Wanderungen angewiesen – und hüten sich vor den Raupen.



