Bezirk lehnt Rodung ab und kündigt Polizeieinsatz an
Der Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf geht mit einer klaren Ansage gegen die geplante Fällung von zehn Kastanienbäumen am Heizkraftwerk vor. „Wir erkennen die Erlaubnis nicht an und werden notfalls die Polizei rufen“, erklärte ein Sprecher des Bezirksamts. Die Bäume am Spreebord sollen Baucontainern weichen, doch die Behörde stellt sich quer.
Hintergrund des Streits um die Kastanien
Die zehn Kastanien stehen auf dem Gelände des Heizkraftwerks in Berlin-Charlottenburg. Der Betreiber plant, dort Baucontainer aufzustellen, wofür die Bäume gefällt werden müssten. Der Bezirk hat jedoch die dafür erteilte Genehmigung nicht anerkannt. „Wir brauchen ein juristisches Verfahren, bevor hier Bäume gefällt werden“, betonte der Bezirkssprecher.
Bezirk verweist auf Rechtslage
Nach Ansicht des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf ist die Rodung ohne rechtskräftige Entscheidung unzulässig. „Wir werden alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um die Bäume zu schützen“, so der Sprecher weiter. Die Polizei sei bereits informiert und stehe bereit, um die Fällung zu verhindern, falls der Betreiber eigenmächtig handele.
Reaktionen und Ausblick
Umweltschutzgruppen begrüßen das Vorgehen des Bezirks. „Es ist gut, dass die Behörde hier nicht nachgibt“, sagte eine Sprecherin des BUND Berlin. Der Betreiber des Heizkraftwerks äußerte sich bislang nicht zu dem Konflikt. Der Bezirk fordert nun eine gerichtliche Klärung, bevor die Bäume gefällt werden dürfen.



