Ein lautes Summen kündigt ihn an: Ein Bienenschwarm hat sich in einem Garten niedergelassen. In einem Fall suchten die Honigbienen einen Hohlraum hinter einem Balken eines Fachwerkhauses als neues Quartier aus. Doch dort können sie nicht bleiben, da die Zeit bis zum Winter zu kurz ist, um Waben zu bauen und Futtervorräte anzulegen.
Das Ausschwärmen von Honigbienen ist im späten Frühling oder Sommer normal. Wird das Volk zu groß, schwärmt ein Teil der Bienen mit der alten Königin aus und gründet ein neues Volk. Der Rest bleibt zurück und zieht eine neue Königin heran.
Wer einen Bienenschwarm entdeckt, sollte einen Imker kontaktieren oder die Feuerwehr unter 112 rufen. Der Imker kann die Bienen einfangen und in einen Bienenstock umsiedeln. Dabei treibt er die Bienen mit Rauch aus angebrennter Rinde aus der Höhle. Die Bienen denken, es brennt, fressen schnell noch etwas und flüchten dann.
Die Bienen sammeln sich zu einer Traube, und der Imker bugsiert sie in eine Kiste. Wichtig ist, dass die Königin dabei ist; falls nicht, werden die Bienen eine neue Königin heranziehen. Einzelne Ausreißer werden mit einer Wabe angelockt und kommen ebenfalls in die Kiste.
Angst vor Bienen ist laut Imker Max Reschke unbegründet. Selbst wenn man inmitten einer Bienenwolke steht, stechen die Bienen zu 99,9 Prozent nicht. Nur wenn sie sich bedroht fühlen, wehren sie sich.



