Die Zahl der Einbürgerungen in Brandenburg ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte, erhielten 2025 insgesamt 4.581 Personen die deutsche Staatsbürgerschaft. Dies entspricht einem Zuwachs von 813 Personen oder 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2024.
Hintergrund des Anstiegs: Neues Staatsangehörigkeitsgesetz
Hauptgrund für den starken Anstieg ist das im Juni 2024 in Kraft getretene modernisierte Staatsangehörigkeitsgesetz, das die Einbürgerung erleichtert. So wurde unter anderem die Möglichkeit zur doppelten Staatsbürgerschaft ausgeweitet und die erforderliche Aufenthaltsdauer verkürzt.
Größte Gruppe: Syrer
Die größte Gruppe unter den Eingebürgerten bildeten mit knapp 27 Prozent syrische Staatsangehörige. Auf den weiteren Plätzen folgten Russen, Ukrainer und Polen. Im Durchschnitt lebten die eingebürgerten Personen bereits 11,3 Jahre in Deutschland, ihr Durchschnittsalter lag bei 32,1 Jahren.
Anträge und Ablehnungen
Landesweit wurden insgesamt 6.427 Einbürgerungsanträge gestellt. In 261 Fällen wurde das Gesuch abgelehnt. 337 Anträge wurden von den Antragstellern zurückgenommen, und 35 Verfahren wurden aus anderen Gründen eingestellt – etwa wegen Todes, Wegzugs ins Ausland oder sonstiger Ursachen.
Bundesweiter Trend: Höchststand bei Einbürgerungen
Auch bundesweit ist die Zahl der Einbürgerungen auf einen neuen Höchststand gestiegen. Im vergangenen Jahr erwarben rund 332.500 Ausländerinnen und Ausländer die deutsche Staatsangehörigkeit – ein Plus von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Voraussetzungen für den deutschen Pass
Wer die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten möchte, muss bestimmte Bedingungen erfüllen: Dazu gehören ausreichende Deutschkenntnisse, die Sicherung des Lebensunterhalts durch eigenes Einkommen sowie ein rechtmäßiger und straffreier Aufenthalt von mindestens fünf Jahren in Deutschland. Zudem sind ein Identitätsnachweis und Kenntnisse der deutschen Gesellschaftsordnung erforderlich.



