Andreas Toba hat sich bei den deutschen Meisterschaften in seiner Heimatstadt Hannover mit einer Bronzemedaille am Reck von der nationalen Bühne verabschiedet. Der 35-jährige Turner reckte nach seinem gelungenen Finaldurchgang die Arme in die Höhe und ließ sich vom Publikum feiern. Für den EM-Zweiten war es der letzte Auftritt bei einer Deutschen Meisterschaft – zumindest im internationalen Karriereabschnitt.
Abschied von der internationalen Bühne
„Ich für mich habe alles erreicht, was ich erreichen konnte. Ich habe alles nochmal gemacht, es hat mir auch Spaß gemacht, auch das harte Training“, erklärte Toba nach dem Wettkampf. Der gebürtige Hannoveraner hatte bereits nach den Europameisterschaften 2024 in Leipzig, wo er Silber am Reck gewann, seinen Rücktritt vom internationalen Spitzensport verkündet. „Die anderen sind Leistungsturner, da kann man dann nicht mehr so nebenbei was mitmachen. Von daher denke ich, für mich war es das“, so Toba weiter. Dennoch ließ er sich eine Hintertür offen: „Ich habe eine Sache im Turnen gelernt, dass man niemals nie sagen soll.“
Bundesliga als nächste Herausforderung
Obwohl Toba die internationale Karriere beendet hat, wird er weiterhin in der Bundesliga an den Start gehen. „Ich brauche die Bewegung, ich brauche das Turnen noch. So lange ich das machen kann, werde ich das machen“, betonte der Nachwuchstrainer. Für ihn sei es wichtig, weiterhin aktiv zu bleiben und den Sport zu genießen. Die deutschen Meisterschaften in Hannover waren für den 35-Jährigen trotz des Abschieds ein emotionaler Höhepunkt. Bereits am Vortag hatte er überraschend Bronze im Mehrkampf gewonnen.
Tobas Resümee und Dankbarkeit
„Glücklich, dankbar“, lautete Tobas Fazit. „Gott sei Dank, dass das alles funktioniert hat, dass ich gesund geblieben bin“, sagte der Altmeister. Mit einer Medaille am Paradegerät Reck krönte er seine Karriere auf nationaler Ebene. Die Bronzemedaille war seine vierte Medaille bei deutschen Meisterschaften am Reck – nach Gold 2019 und zwei weiteren Bronzemedaillen. Insgesamt blickt Toba auf eine erfolgreiche Laufbahn zurück, die unter anderem einen fünften Platz bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio und zahlreiche Podestplätze bei Weltcups umfasst.
Der Abschied von der internationalen Turnbühne verlief also versöhnlich. Für Toba steht nun die Arbeit als Trainer im Fokus, während er die Bundesliga-Wettkämpfe weiterhin als Ausgleich nutzt. „Ich bin bereit für den nächsten Schritt“, so der dreifache deutsche Meister.



