Trauer nach Busunglück: Gemeinde Haimhausen erschüttert
Busunglück in Haimhausen: Gemeinde in tiefer Trauer

In der oberbayerischen Gemeinde Haimhausen herrscht tiefe Trauer nach einem schweren Busunfall, bei dem ein Grundschüler ums Leben kam und Dutzende weitere Kinder verletzt wurden. Der Zusammenstoß eines Reisebusses mit Grundschülern und eines Linienbusses erschütterte die rund 5.600 Einwohner zählende Gemeinde nahe München.

Stille Anteilnahme in der Kirche

In der Kirche St. Nikolaus versammelten sich am Abend des Unglückstags etwa 30 bis 40 Menschen, um gemeinsam zu trauern. Die katholische Gemeindereferentin Mandy Adam berichtete: „Es wurde wenig gesprochen. Viele weinten, viele saßen still da. Gemeinsam beteten wir das Vaterunser.“ Auch die evangelische Kollegin Mirjam Pfeiffer war anwesend. Adam beschrieb die Stimmung: „Da war ganz viel Trauer. Die Leute brauchten vor allem einen Ort, an dem sie sein konnten.“

Positive Nachrichten zu den Schwerverletzten

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) drückte auf der Plattform X seine Anteilnahme aus: „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer, und wir beten für die Genesung der Verletzten.“ Er dankte den Rettungskräften und der Polizei für ihren schnellen Einsatz. Am Morgen nach dem Unfall gab die Polizei Entwarnung: Die schwer verletzte Lehrerin und zwei Kinder schweben nicht mehr in akuter Lebensgefahr. Die Unfallstelle wurde geräumt, und ein Gutachter untersucht die beteiligten Busse. Dabei soll geklärt werden, ob technische Probleme eine Rolle spielten. Ein weiteres Gutachten soll den Unfallhergang rekonstruieren.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Gemeinschaftlicher Zusammenhalt

Mandy Adam betonte, dass das Geschehene für viele im Ort unbegreiflich sei. „Jeder hier kennt irgendjemanden, der dort ein Kind hatte. Es ist ein Gemeinde-Schock.“ Viele Väter im Ort sind bei der Freiwilligen Feuerwehr und waren aufgrund des Unfalls im Einsatz – auch sie lasse das Erlebte nicht so schnell los. Die Kirche diene als Ankerpunkt, um gemeinsam das Unfassbare auszuhalten. „Ich brauche dann einen Ort, an dem ich sein kann, gemeinsam, Kerzen hinstellen kann und vielleicht eine besondere Atmosphäre habe“, so Adam.

Unterstützung in der Grundschule

In der betroffenen Grundschule stand der Tag nach dem Unfall ganz im Zeichen der Trauerbewältigung. Der Fokus liege auf der Betreuung und Unterstützung der Schüler, ihrer Familien und der gesamten Schulgemeinschaft, hieß es. Geschulte Fachkräfte und vorgesetzte Dienststellen arbeiten zusammen, um umfangreiche Hilfsangebote bereitzustellen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration