Der Berliner Christopher Street Day (CSD) hat dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) die Teilnahme an der diesjährigen Parade verweigert. Das gab der Veranstalter am Montag bekannt. Grund für die Entscheidung sind nach Angaben des CSD-Vereins unüberbrückbare Differenzen über die politische Ausrichtung der Veranstaltung. Das BSW vertrete Positionen, die nicht mit den Werten des CSD vereinbar seien, hieß es.
BSW kritisiert Ausschluss als undemokratisch
Das BSW zeigte sich empört über die Entscheidung. „Wir sind eine demokratische Partei und fordern die gleichberechtigte Teilnahme aller gesellschaftlichen Gruppen“, erklärte eine Sprecherin. Der Ausschluss sei ein „undemokratischer Akt“ und schade der Vielfalt, die der CSD eigentlich feiern wolle. Die Partei prüfe rechtliche Schritte gegen die Entscheidung.
Der CSD Berlin ist eine der größten Veranstaltungen der LGBTQ+-Community in Deutschland. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Diskussionen darüber, welche politischen Gruppen und Organisationen an der Parade teilnehmen dürfen. Der Vereinsvorstand betonte, man wolle keine Plattform für Positionen bieten, die „diskriminierend oder ausgrenzend“ wirken könnten.
Zwei Kant-Kindergärten schließen: Personalmangel und Finanzierungsprobleme
In Berlin müssen zwei Kindergärten des Kant-Trägers schließen. Wie der Träger am Montag mitteilte, sind Personalmangel und Finanzierungsprobleme die Hauptgründe. Betroffen sind Einrichtungen in den Bezirken Mitte und Neukölln. Insgesamt verlieren rund 80 Kinder ihren Betreuungsplatz. Eltern wurden bereits informiert und sollen bei der Suche nach Alternativen unterstützt werden.
Der Kant-Träger betreibt in Berlin mehrere Kindergärten. Die Schließungen seien „bitter, aber unvermeidbar“, so eine Sprecherin. Man hoffe, dass die betroffenen Kinder schnell in anderen Einrichtungen unterkommen. Der Senat zeigte sich besorgt und kündigte an, die Situation zu prüfen. „Wir werden alles tun, um die Versorgung der Kinder sicherzustellen“, sagte ein Sprecher der Bildungsverwaltung.
Silbernetz sucht ehrenamtliche Hitze-Helfer für ältere Menschen
Die Initiative Silbernetz ruft zu Beginn der Sommermonate zu ehrenamtlicher Hilfe für ältere Menschen auf. Besonders an heißen Tagen seien viele Senioren auf Unterstützung angewiesen, teilte die Organisation mit. Gesucht werden Freiwillige, die Einkäufe erledigen, Wasser bringen oder einfach nur Gesellschaft leisten. „Viele ältere Menschen sind in den Sommermonaten stark isoliert und leiden unter der Hitze“, sagte eine Sprecherin.
Silbernetz vermittelt regelmäßig Helfer an Senioren, die allein leben. Die Aktion läuft unter dem Motto „Gemeinsam gegen die Hitze“. Interessierte können sich auf der Website der Organisation registrieren. Im vergangenen Jahr beteiligten sich über 500 Freiwillige an dem Programm.
Berlin zwischen Gewitter und Fête de la Musique
Das Wochenende in Berlin war von extremen Wetterumschwüngen geprägt. Ein heftiges Gewitter zog über die Stadt, richtete aber laut Feuerwehr keine größeren Schäden an. „Es gab vereinzelte umgestürzte Bäume und vollgelaufene Keller, aber insgesamt blieb es glimpflich“, sagte ein Sprecher. Am Abend feierte Berlin dann bei der Fête de la Musique ausgelassen. Zahlreiche Bühnen und Straßenfeste lockten tausende Besucher in die Innenstadt. Die Stimmung sei trotz des Regens hervorragend gewesen, berichteten Teilnehmer.



