Der Tierpark Berlin begrüßt nach sechs Jahren Bauzeit wieder Elefanten. Fünf Tiere einer Familie – drei Generationen – bevölkern die neu gestaltete Afrikasavanne in Friedrichsfelde. Der zweijährige Elefantenbulle Simon und seine zehnjährige Schwester Tamika wagten sich als Erste ins Freie, gefolgt von der Herde.
Drei Generationen vereint
Die Leitkuh Pori (45) lebt seit 1997 im Tierpark und brachte 2001 Tochter Tana zur Welt. Tana zog 2008 in den Zoo Halle, wo sie drei Jungtiere bekam: Tana (10), Elani und Simon (2). Im Jahr 2020, als das Gehege für den Umbau geräumt werden musste, ging auch Pori nach Halle. Nun sind alle wieder vereint.
Tierparkdirektor Andreas Knieriem zeigte sich stolz: „Die physisch höchsten Tiere einer Stadt hat immer noch ein Zoo.“ Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) war zur offiziellen Begrüßung gekommen und scherzte über „viele Elefantenrunden“ in der Politik.
Neue Savannenlandschaft
Die komplette Anlage wurde in eine Afrikasavanne umgestaltet: mit Kunstfelsen, Badeseen und riesigen Gesteinsbrocken. Die Außenfläche umfasst 20.000 Quadratmeter und bietet Platz für bis zu 21 Tiere, darunter zwei Bullen. Die Besucher können die Elefanten derzeit nur auf der Außenanlage sehen, am besten zwischen 11 und 14 Uhr. Das Elefantenhaus ist noch nicht geöffnet, da es baulich noch einiges zu tun gibt, so Knieriem.
Die Elefantenfamilie ist noch in der Eingewöhnungsphase. Kurator Matthias Papies erklärt: „Leitkuh Pori hält sich am meisten draußen auf. Ihr gutes Gedächtnis hilft ihr, sich sofort wieder zurechtzufinden.“ Sie fühle sich sicher auf der Anlage. Die Herde soll in den kommenden Jahren weiter wachsen.



