Potsdams letzte Galeria-Filiale wackelt: OB Aubel sucht Gespräch
Galeria in Potsdam gefährdet: OB sucht Kontakt

Potsdam droht der Verlust seines letzten Galeria-Kaufhauses. Die Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (parteilos) hat sich persönlich eingeschaltet, um die Schließung der einzigen Galeria-Filiale in Brandenburg zu verhindern. Sie stehe im Austausch mit der Geschäftsführerin des Standortes und der Firmenzentrale, teilte die Stadt mit.

Bedeutung für die Innenstadt

„Galeria ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Einzelhandels in Potsdam und trägt auch dazu bei, dass die Innenstadt für Potsdamerinnen und Potsdamer sowie Gäste gleichermaßen attraktiv bleibt“, erklärte die Oberbürgermeisterin in einem schriftlichen Statement. Die Stadt befürchtet negative Auswirkungen auf die Attraktivität der Innenstadt, falls das Kaufhaus schließen müsste.

Hintergrund: 33 Standorte auf dem Prüfstand

Die Warenhauskette Galeria hatte am Mittwoch angekündigt, 33 der 83 Standorte auf ihre Rentabilität zu prüfen und möglicherweise zu schließen. Der Konzern wolle mit Vermietern über Mietkonditionen und Flächenanpassungen verhandeln. Der Deutsche Städtetag fordert vom Unternehmen, die betroffenen Kommunen in die Gespräche zur Zukunft der Filialen einzubinden. Bereits 2024 war eine Schließung des Potsdamer Standorts abgewendet worden: Damals habe ein nachträgliches Angebot des Vermieters eine wirtschaftlich tragfähige Lösung ermöglicht.

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Finanzielle Schieflage und Insolvenz

Der Konzern beschäftigt rund 12.000 Menschen und hatte Anfang 2024 zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren Insolvenz angemeldet. Grund war unter anderem die finanzielle Schieflage des Mutterkonzerns Signa. Im Sommer 2024 wurden bereits neun Standorte geschlossen. Seitdem gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz. Die Zukunft der Filiale in Potsdam bleibt ungewiss.

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