Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage endet ein Gleitschirmflug in den Alpen tödlich. Am Samstag verunglückte ein 56-jähriger Mann aus Coburg am Kreuzeck südlich von Garmisch-Partenkirchen in Bayern. Der Pilot starb noch an der Unfallstelle. Die Polizei sucht nun Zeugen, die den Absturz beobachtet haben.
Absturz trotz guter Flugbedingungen
Der Gleitschirmflieger war gegen 14 Uhr am Kreuzeck, das auf 1650 Metern Höhe liegt, gestartet. Die Bedingungen schienen ideal: blauer Himmel, Sonnenschein und gute Aufwinde. Doch kurz bevor der Mann den vorgesehenen Landeplatz erreichen sollte, stürzte sein Schirm am Kreuzeckbahnhof ab. Rettungskräfte waren sofort vor Ort und leiteten Reanimationsmaßnahmen ein, doch sie konnten dem Piloten nicht mehr helfen. Polizeisprecher Stefan Sonntag bestätigte: „Trotz eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen konnte dem Piloten nicht mehr geholfen werden.“
Ermittlungen der Kriminalpolizei
Die Polizei hat den Gleitschirm sichergestellt. Ein Polizeihubschrauber fertigte Luftaufnahmen von der Absturzstelle an. Ein Fremdverschulden wird laut Stefan Sonntag ausgeschlossen, dennoch hat die Kriminalpolizei offenbar Fragen zum genauen Unfallhergang. Zeugen, die den Absturz beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08821/9170 bei der Polizei zu melden.
Zweiter tödlicher Unfall in kurzer Zeit
Erst am Freitag war eine 28-jährige Paragliderin im Stubaital in Österreich tödlich verunglückt. Die Serie von Gleitschirmunfällen wirft Fragen zur Sicherheit auf, obwohl die Behörden betonen, dass die Bedingungen zum Zeitpunkt der Unfälle gut waren. Die Ermittlungen in beiden Fällen dauern an.



