Heinrich-Böll-Schule in Spandau: Fast 400 Erstwünsche bei nur 168 Plätzen
Heinrich-Böll-Schule: 400 Erstwünsche bei 168 Plätzen

Bei der Schulplatzvergabe für die siebten Klassen in Berlin zeigen sich in Spandau überraschende Entwicklungen. Die Heinrich-Böll-Schule in Hakenfelde hat mit fast 400 Erstwünschen alle anderen Schulen im Bezirk hinter sich gelassen – bei nur 168 verfügbaren Plätzen. „So viele Anmeldungen gab es noch nie in der Geschichte der Schule“, sagte Schulleiterin Birgit Faak dem Tagesspiegel. „Wir haben uns zu einer sehr erfolgreichen Schule in Berlin entwickelt.“

Frühere Schlusslichter jetzt vorn

Vor allem Schulen, die in den Vorjahren weniger gefragt waren, erleben einen Aufschwung. Die Heinrich-Böll-Schule lag vor einigen Jahren noch im unteren Mittelfeld, hat sich aber durch pädagogische Konzepte und moderne Ausstattung einen Namen gemacht. „Die hohe Zahl an Erstwünschen ist eine tolle Anerkennung für die Arbeit des gesamten Kollegiums“, so Faak weiter. Die Schule am Waldrand profitiert auch von der guten Lage und dem Ruf als inklusive Schule.

Eine Schule mit nur neun Erstwünschen

Ganz anders sieht es an einer anderen Spandauer Schule aus, die nur neun Erstwünsche erhielt. Dabei handelt es sich um eine Schule mit besonderem pädagogischen Profil, das nicht bei allen Familien auf Anklang stößt. Zudem liegt die Schule in einem weniger zentralen Ortsteil. Die Schulleitung betont jedoch, dass die geringe Zahl nicht die Qualität widerspiegelt: „Wir haben ein engagiertes Team und bieten eine gute Betreuung. Die Anmeldezahlen sind kein Maßstab für den Lernerfolg.“

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Gesamtzahl der Anmeldungen gestiegen

Insgesamt ist die Zahl der Anmeldungen für die siebten Klassen in Spandau im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Das Bezirksamt registrierte rund 10 Prozent mehr Erstwünsche als 2023. „Der Bevölkerungszuwachs und die steigende Beliebtheit des Bezirks machen sich bemerkbar“, erklärte ein Sprecher der Bildungsverwaltung. Besonders gefragt sind Schulen mit Ganztagsangeboten und naturwissenschaftlichen Schwerpunkten.

Auswirkungen auf die Platzvergabe

Die hohe Nachfrage führt zu einem verschärften Verteilungsverfahren. An der Heinrich-Böll-Schule können nur 168 der fast 400 Bewerber einen Platz erhalten. Die restlichen Kinder werden auf andere Schulen im Bezirk verwiesen. „Wir versuchen, so viele Wünsche wie möglich zu erfüllen, aber die Kapazitäten sind begrenzt“, so der Sprecher. Eltern sollten sich frühzeitig über Alternativen informieren.

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