Hessen verzeichnet 2025 zweithöchste Einbürgerungszahl
Die Zahl der Einbürgerungen in Hessen hat im Jahr 2025 den zweithöchsten Stand seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 2000 erreicht. Laut dem Statistischen Landesamt in Wiesbaden erhielten 20.036 Ausländerinnen und Ausländer einen deutschen Pass. Dies liegt nur knapp unter dem Rekordwert von 24.915 Einbürgerungen aus dem Jahr 2024.
Die positive Entwicklung ist maßgeblich auf die im Juni 2024 in Kraft getretene Reform des Staatsangehörigkeitsrechts zurückzuführen. Diese Reform sieht unter anderem eine verkürzte Aufenthaltsdauer für Einbürgerungswillige vor. Vor der Gesetzesänderung lag die durchschnittliche jährliche Zahl der Einbürgerungen in Hessen zwischen 2000 und 2023 bei lediglich 14.122 Personen.
Herkunftsländer der Eingebürgerten
Wie bereits in den Vorjahren stellte Syrien auch 2025 das häufigste Herkunftsland der Eingebürgerten dar, jedoch mit rückläufiger Tendenz. Insgesamt 4.126 Syrerinnen und Syrer erhielten die deutsche Staatsbürgerschaft, was einem Rückgang von 21 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Im Gegensatz dazu stieg die Zahl der Einbürgerungen von afghanischen Staatsangehörigen um 11 Prozent auf 1.469 Personen.
Zunahme doppelter Staatsbürgerschaften
Seit der Gesetzesänderung im Jahr 2024 ist es Einbürgerungswilligen grundsätzlich erlaubt, ihre bisherige Staatsangehörigkeit zu behalten. Dies führte bundesweit zu einem Anstieg der Zahl von Personen mit zwei Pässen. Die Reform erleichtert somit nicht nur den Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft, sondern fördert auch die Integration und Bindung der Neubürger an ihr Herkunftsland.



