Häusliche Gewalt in Brandenburg: Fallzahlen steigen besorgniserregend
Häusliche Gewalt in Brandenburg: Fallzahlen steigen

In Brandenburg werden immer mehr Fälle von häuslicher Gewalt registriert. Justizminister Benjamin Grimm (SPD) äußerte sich im Potsdamer Landtag besorgt über die Entwicklung. „Wir verzeichnen im Bereich der häuslichen Gewalt bundesweit und auch in Brandenburg einen erheblichen Anstieg von Fällen“, so Grimm. Zwischen 2021 und 2025 sei die Zahl der Fälle um rund neun Prozent gestiegen.

Anstieg der Ermittlungsverfahren

Allein im vergangenen Jahr mussten sich die Staatsanwaltschaften mit 2.991 Ermittlungsverfahren befassen. Im Jahr davor waren es noch 2.384 Fälle. Auch die Maßnahmen zum Gewaltschutz, wie etwa Näherungsverbote, nahmen zwischen 2024 und 2025 um knapp 20 Prozent zu. Diese Zahlen verdeutlichen laut Grimm ein „besorgniserregendes“ Ausmaß häuslicher Gewalt.

Konsequente Strafverfolgung gefordert

Der Minister betonte die Notwendigkeit einer konsequenten Strafverfolgung. Die Landesregierung unterstützt daher die Einführung der elektronischen Fußfessel zum Schutz von Opfern. Der Bundestag wird in zweiter und dritter Lesung über die Reform des Gewaltschutzgesetzes abstimmen, die eine solche Regelung vorsieht.

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Hintergrund: Häusliche Gewalt in Brandenburg

Häusliche Gewalt umfasst physische, psychische und sexuelle Übergriffe im familiären oder partnerschaftlichen Umfeld. Die steigenden Fallzahlen zeigen, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Experten fordern neben gesetzlichen Maßnahmen auch mehr Präventionsangebote und Unterstützung für Betroffene.

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