Lost Place in Neukölln: Kinder spielen über Nazi-Bunker
Kinder spielen über Nazi-Bunker in Neukölln

Lost Place in Berlin-Neukölln: Der Bunker unter dem Kinderhort

In der Bornsdorfer Straße in Berlin-Neukölln befindet sich ein fast vergessener Bunker aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Er liegt unter dem Gelände eines Kinderhorts und ist ein stilles Zeugnis der Geschichte. Seit Jahrzehnten dämmert der Tiefbunker vor sich hin, während über ihm Kinder spielen und lachen.

Lage und Anfahrt

Der Bunker liegt auf dem Eckgrundstück Bornsdorfer Straße 15, Ecke Saltykowstraße, im Bezirk Neukölln. Er ist mit der Buslinie N7 (Haltestelle U-Bhf. Karl-Marx-Straße) oder der U-Bahnstation Karl-Marx-Straße (U7) erreichbar. Achtung: Der Bunker ist Privatgelände und darf nicht betreten werden.

Geschichte des Bunkers

Der Flachbunker wurde Anfang der 1940er-Jahre als Luftschutzbunker errichtet. Er gehörte zur ersten Welle des Bunkerbau-Sofortprogramms der Nazis. Der Bunker bot Platz für knapp 200 Personen und war mit 18 Schutzzellen ausgestattet. Während des Zweiten Weltkriegs diente er Anwohnern als Zuflucht vor Bombenangriffen.

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Nach dem Krieg wurde der Bunker nicht gesprengt, anders als viele andere Berliner Bunker. In den 1980er-Jahren wurde er zum Zivilschutzbunker modernisiert, um im Kaltenkriegsfall Schutz zu bieten. 2007 wurde er aus der Zivilschutzbindung entlassen und diente zeitweise als Aktenlager. Seither steht er leer.

Heutiger Zustand

Heute ist der Bunker ein Lost Place. Der Eingang ist mit einer verrosteten Stahltür verschlossen. Auf dem Gelände befindet sich der Hort der Regenbogen-Schule, mit Klettergerüst und Bolzplatz. Trotz des Verfalls gibt es kaum Vandalismus. Eine Nachnutzung ist nicht in Sicht, aber aufgrund aktueller Bedrohungen wird über eine Reaktivierung diskutiert.

Fazit

Der Bunker an der Bornsdorfer Straße ist ein stilles Mahnmal der Geschichte. Er erinnert an die Schrecken des Krieges und die Spannungen des Kalten Krieges. Ob er jemals wieder genutzt wird, bleibt abzuwarten.

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